© Arne Dedert

Vor Kindesmissbrauchsprozess: Angeklagter begeht Selbstmord

Ein 61-Jähriger, der in zwei Fällen Kinder zum Sex angeboten haben soll, hat sich vor dem Prozessauftakt umgebracht. Das Verfahren sei daher eingestellt worden, teilte der Vorsitzende Richter heute vor dem Landgericht Würzburg mit. Dem Mann wurde vorgeworfen, in zwei Fällen Kinder für sexuelle Handlungen angeboten zu haben. Zudem soll der Mann laut Anklage vor zehn Jahren die Tochter seiner Freundin missbraucht und die Tat gefilmt haben. In Chats habe er intime Fotos des Mädchens und weiteres kinderpornografisches Material verbreitet. Ein Chatpartner hatte den Mann angezeigt. Der 61-Jährige saß seit September 2019 in Untersuchungshaft.