Nach dem Tod der Queen hat Königin Margrethe II. von Dänemark das geplante große Feierprogramm der Situation angepasst., © Sven Hoppe/dpa

Versuch eines Spagats: Thronjubiläum feiern, ohne zu feiern

Das große Volksfest fällt aus: In Dänemark versucht Königin Margrethe (82) an diesem Wochenende, den Spagat zwischen dem Feiern ihres 50. Thronjubiläums und der gebotenen Zurückhaltung wegen des Todes von Queen Elizabeth II. zu meistern.

Um die nunmehr am längsten amtierende Monarchin zu würdigen, veröffentlichte das dänische Königshaus am Samstag auf Instagram ein Video, das Momente aus Margrethes 50 Jahren als Staatsoberhaupt zeigt. Im Kalender des Hofes stand mehrmals in Großbuchstaben das traurig anmutende Wort «aflyst» – abgesagt.

Feiern, während andere trauern: Das hatte Margrethe nach dem Tod der Queen für ein Unding gehalten und die nachgeholten Feierlichkeiten zu ihrem runden Jubiläum deutlich anpassen lassen. Ein Auftritt auf dem Balkon ihres Schlosses Amalienborg und eine Kutschfahrt durch Kopenhagen, zu denen jeweils Tausende Schaulustige erwartet worden waren, sind am Freitag kurzfristig abgesagt worden.

Kurzfristige Änderungen des geplanten Programms

Die wohl einzige Möglichkeit, um Margrethe am Samstag zu sehen, stellt am Abend die Ankunft zu einer Gala-Veranstaltung im Königlichen Theater dar. Neben Margrethe werden dort viele prominente Gäste erwartet.

Am Sonntag sind ein Gottesdienst, ein Empfang der nordischen Staatsoberhäupter auf Margrethes Schiff «Dannebrog» und ein Gala-Dinner auf Schloss Christiansborg, dem Sitz des dänischen Parlaments, geplant. Vieles davon soll nach dem Queen-Tod in angepasster Form abgehalten werden.

Margrethe ist seit dem 14. Januar 1972 dänische Königin. Seit dem Tod der Queen gilt sie als weltweit am längsten amtierende Monarchin. Die ursprünglich für den Stichtag im Januar vorgesehenen Feierlichkeiten zu ihrem 50. Jubiläum hatte sie pandemiebedingt in den Spätsommer verschoben, damit möglichst viele Menschen mit ihr hätten feiern können.