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Verstöße gegen Ausgangssperre halten sich in Grenzen

München (dpa/lby) – Am ersten Wochenende nach Einführung einer nächtlichen Ausgangssperre haben sich die meisten Bayern nach Polizeiangaben an die verschärften Regelungen gehalten. Dennoch griff die Polizei in der Nacht zum Sonntag etliche Menschen auf, die ohne einen der wenigen erlaubten Gründe die eigene Wohnung verlassen hatten.

In einem Taxi in Straubing wurde ein Fahrgast angezeigt, der keinen triftigen Grund für seine Fahrt angeben konnte. In Straubing musste die Polizei außerdem zwei Partys auflösen. Bei einer davon hatten sechs Jugendliche in einem Privathaus gefeiert. Auch im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen beendete die Polizei eine Party von vier Jugendlichen.

Im Landkreis Miltenberg machte sich ein Pärchen gegen 20.00 Uhr auf den Nachhauseweg. Weil der Mann aber zu stark betrunken war, fand das Paar nicht den Weg zum Bahnhof und irrte zwei Stunden ziellos durch Elsenfeld. Letztlich landeten sie im Vorgarten eines Anwesens, wo beide durch eine Streife aufgegriffen wurden.

Im niederbayerischen Regen wurde am Samstagabend ein Pärchen laut streitend von der Polizei auf der Straße erwischt. Die 41-jährige Frau und ihr 37-jähriger Freund konnten nicht schlüssig erklären, warum sie sich draußen aufhielten. Die Frau wurde wegen ihres körperlichen Zustandes und der kalten Temperaturen in Gewahrsam genommen. Sie durfte in einer Haftzelle der Polizei ausschlafen.

Im oberfränkischen Marktredwitz hielten sich zwei Menschen ohne triftigen Grund auf dem Gelände des Schulzentrums auf.

Im Freistaat gilt seit Mittwoch eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist in dieser Zeit nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.