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Studentin nach Brand in Wohnheim in Lebensgefahr: Verletzte

München (dpa/lby) – Zwei Menschen sind bei einem Brand in einem Münchner Studentenwohnheim lebensgefährlich verletzt worden. Eine 23-Jährige musste in der Nacht noch vor Ort wiederbelebt werden und schwebte auch am Nachmittag noch in akuter Lebensgefahr, wie die Feuerwehr am Dienstag mitteilte. Ein 28-Jähriger erlitt ebenfalls eine schwere Rauchvergiftung.

Die Polizei sprach zudem von mindestens einem Leichtverletzten. Die Feuerwehr berichtete von drei Bewohnern mit leichten Verletzungen. Die größte Gefahr war durch den massiven Rauch im Gebäude entstanden.

Gegen 2.30 Uhr in der Früh hatte ein Hausbewohner den Brand im Keller des Wohnheimes bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren der Keller sowie das gesamte Treppenhaus stark verraucht, wie die Feuerwehr schilderte. Während Einsatzkräfte die in Flammen stehende Sauna im Keller zu löschen begannen, suchten Kollegen auch mit Wärmebildkameras das Gebäude nach Personen ab.

Viele Bewohnerinnen und Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Der Schwerverletzte wurde von Feuerwehrleuten aus dem Untergeschoss gerettet. Im vierten von sechs Obergeschossen fanden die Helfer zudem die leblose Studentin auf dem Flur. «Diese musste noch vor Ort von Notarzt und Rettungsdienst reanimiert werden, ihr Zustand ist weiter kritisch», berichtete die Feuerwehr. Sie habe sich eine schwere Rauchvergiftung zugezogen.

Am Vormittag hatte es zunächst Verwirrung um den Zustand der jungen Frau gegeben. Ein Feuerwehrsprecher hatte fälschlicherweise berichtet, sie sei bereits tot. Später hieß es von der Polizei, sie sei aus medizinischer Sicht noch am Leben, schwebe aber in akuter Gefahr. Auch das Alter wurde zunächst mit 20 Jahren angegeben, die Polizei vermeldete dann 23 Jahre.

Das Feuer war in der Sauna im Keller des Wohnheims im Stadtteil Freimann ausgebrochen. Die Räume brannten komplett aus. Die Ursache war zunächst unklar; es ermitteln nun die Brandfahnder der Polizei. Die Beamten schätzten den Sachschaden vorläufig auf eine hohe sechsstellige Summe.

Wie viele Studierende zum Zeitpunkt des Brandes in dem Wohnheim anwesend waren, stand zunächst nicht fest. Laut Polizei sind in dem Wohnheim 185 Personen gemeldet. Die Feuerwehr betreute nach eigenen Angaben 25 Personen, die zum Sammelpunkt gekommen waren.

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