Das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel., © Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Verfahren eingestellt: Sexismus-Vorwürfe bei den Festspielen haben keine juristischen Folgen

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat die Verfahren wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung bei den Richard-Wagner-Festspielen eingestellt. Der Leitende Oberstaatsanwalt in Bayreuth, Martin Dippold, hat das der Deutschen Presseagentur bestätigt.

Es gab wohl Vorwürfe von vier Mitarbeiterinnen gegen einen Verdächtigen und eine zweite unbekannte Person. Die Belästigungen seien sehr geringfügige Vorfälle am untersten Rand der Strafbarkeit gewesen. Die vier Mitarbeiterinnen hätten kein Interesse an einer Strafverfolgung und stellten auch keinen Strafantrag, heißt es. Entsprechend verneine die Staatsanwaltschaft ein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung.

Sie seien angefasst worden oder hätten sich anzügliche Bemerkungen anhören müssen, hatten die Mitarbeiterinnen zu Beginn der Festspiele 2022 erklärt. Festspiel-Chefin Katharina Wagner hatte sofort reagiert, für den betroffenen Mitarbeiter gab es arbeitsrechtliche Konsequenzen und es wurde ein Verhaltenskodex bei den Festspielen entwickelt, sowie die Möglichkeit für alle Mitarbeiter, sich auch anonym an die Geschäftsführung zu wenden.