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Verdruss über Corona-Tests für Studierende

München (dpa/lby) – Zum Vorlesungsbeginn gibt es in Bayern Verdruss über die Regelung zu kostenlosen Corona-Tests für Studierende. An den Hochschulen gilt nämlich ab einer Inzidenz von 35 die 3G-Regelung: Zutritt haben nur Geimpfte, Genesene und Getestete. Wer sich daher testen lassen muss, kann das im Gegensatz zur Normalbevölkerung zwar unter Vorlage des Studierendenausweises nicht nur bis zum 11. Oktober, sondern noch bis zum 30. November kostenlos tun. Danach ist allerdings auch für Studis Schluss mit den Gratistests.

«Geld für Testungen von Studierenden zu verlangen, die es sich nicht leisten können, ist de facto eine Impfpflicht», kritisiert Johanna Weidlich, eine der Sprecherinnen der Landesstudierendenvertretung. Auch Alexander Fehr, Geschäftsführer der bayerischen Universitätenkonferenz, wünscht sich eine Verlängerung der Kostenübernahme mindestens bis zur Winterpause. «Uns als Verband der Universitäten wäre gelegen, dass man da noch in Gespräche tritt.»

Schließlich reisten auch zahlreiche ausländische Studierende an, die noch eine in der EU anerkannte Impfung benötigten und je nach Wirkstoff erst im Januar als vollständig immunisiert gälten, argumentierte Fehr. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CDU) aber sieht zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit einer Verlängerung.

«Wir sind das einzige Bundesland, dass das überhaupt anbietet», betonte Sibler im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur und ergänzte: «Natürlich möchten wir, dass diejenigen, die noch nicht geimpft sind, sich impfen lassen.» Sibler zufolge haben rund 80 Prozent der Studierenden die nötigen Spritzen bereits erhalten, 10 weitere Prozent gelten als genesen.

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