Das Logo von Amazon an der Fassade eines deutschen Versandlagers., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Verdi ruft wieder zu Streiks bei Amazon auf

Die Gewerkschaft Verdi hat an sieben Amazon-Standorten in Deutschland die Beschäftigten zu neuerlichen Streiks aufgerufen. Im bayerischen Graben, an zwei Standorten in Bad Hersfeld sowie in Koblenz, Leipzig, Rheinberg und Werne soll es teils mehrtägige Arbeitsniederlegungen geben, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. Die Beschäftigten fordern demnach Auskunft über möglicherweise von dem US-Konzern gespeicherte persönliche Daten.

Ein weiterer Streitpunkt zwischen Verdi und Amazon schwelt seit Jahren: Die Gewerkschaft fordert die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das seit jeher ab. Amazon hat bundesweit 17 Logistikzentren.

In Graben soll die Protestaktion nach Angaben von Verdi Augsburg bis zum späten Mittwochabend andauern. Amazon erwartet nach eigenen Angaben keine Auswirkungen auf die Kunden. Es sei dem Konzern als Arbeitgeber wichtig, allen Kolleginnen und Kollegen attraktive Jobs mit guten Perspektiven zu bieten.