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USA verlegen mehr Soldaten nach Deutschland

Berlin (dpa) – Die US-Streitkräfte verlegen ungeachtet des Streits um Militärausgaben in der Nato 1500 zusätzliche Soldaten nach Deutschland. Diese sollten «für die Stärkung der Nato und der europäischen Sicherheit im Einsatz sein», teilte US-Botschafter Richard Grenell am Freitag in Berlin mit. Derzeit sind etwa 33 000 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Äußerungen von US-Präsident Donald Trump hatten zuletzt Fragen zur künftigen Rolle der USA in der Nato aufgeworfen.

Die Stationierung der zusätzlichen Soldaten sowie ihrer Familien soll nun in diesem Jahr beginnen und bis 2020 abgeschlossen sein. Sie werden dem Vernehmen nach in zwei Bundesländer verlegt: nach Grafenwöhr, Ansbach und Hohenfels (Bayern) sowie nach Kaiserslautern und Baumholder (Rheinland-Pfalz).

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen begrüßte die Verlegung zusätzlicher Kräfte. «Die US-Entscheidung die militärische Präsenz bei uns in Deutschland zu verstärken, ist ein willkommenes Zeichen für die Vitalität der transatlantischen Beziehungen», erklärte die CDU-Politikerin in Berlin. «Und sie ist auch ein Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit.»

Trump hatte beim Nato-Gipfel im Juli in Brüssel mit einem Alleingang in Verteidigungsfragen gedroht, sollten die Bündnispartner ihre Verteidigungsausgaben nicht erhöhen. Offen ließ er allerdings, wie das konkret aussehen könnte. Theoretisch denkbar wäre in einem solchen Fall eine Reduzierung des Nato-Engagements der USA – zum Beispiel, indem sie zur Abschreckung Russlands in Europa stationierte Truppen zurückziehen. Nach einer Krisensitzung bei dem Gipfel hatte Trump allerdings zugesichert, weiter zur Nato zu stehen.