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Urteil gegen Messerstecher von Würzburg erwartet

13 Monate nach der Messerattacke eines Mannes auf arglose Passanten in Würzburg könnte das Landgericht heute das Urteil sprechen. Der Beschuldigte ist zwei unabhängigen Gutachten zufolge psychisch krank und war demnach bei der Tat am 25. Juni 2021 schuldunfähig.

Sollte das Landgericht Würzburg den Anträgen von Generalstaatsanwaltschaft und Nebenklagevertretern folgen, könnte der Täter zeitlich unbefristet in einer Psychiatrie unterkommen. Solange die Erkrankung des Mannes, paranoide Schizophrenie, fortbesteht und er als gefährlich eingestuft wird, ist eine Freilassung damit ausgeschlossen. Vor dem Urteil steht allerdings zunächst das Plädoyer der Verteidigung an. Nach einer Beratungspause könnte das Urteil folgen. Dem Flüchtling werden unter anderem Mord in drei Fällen und versuchter Mord in sechs Fällen vorgeworfen.

Seit April muss sich der beschuldigte Somalier in dem Sicherungsverfahren verantworten. Es gilt als erwiesen, dass er in der Innenstadt drei Frauen mit einem Messer tötete und neun Menschen verletzte.