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Unmut über Verzögerungen bei Corona-Testergebnissen

München/Kitzingen (dpa/lby) – Der Unmut über die erneuten Verzögerungen bei der Übermittlung der Ergebnisse von Corona-Tests in Bayern wächst. Betroffene berichteten über Chaos bei den bayerischen Teststationen und zeigten sich verärgert über tagelange Wartezeiten. Auch die Opposition kritisierte fehlendes Management. «Ministerpräsident Söders Corona-Test-Debakel geht in die zweite Runde», erklärte die Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Katharina Schulze.

Am Freitag warnte das Landratsamt Kitzingen vor Verzögerungen. «Bereits Anfang der Woche meldete der Verband der akkreditierten medizinischen Labore in Deutschland, dass es einen erheblichen Rückstau bei den Tests gebe», teilte die Behörde mit. Auch die Kapazitäten beim örtlichen Gesundheitsamt seien «nahezu ausgeschöpft». Die Ergebnisse könnten deshalb nicht immer innerhalb der vorgesehenen ein bis zwei Tage vorliegen.

Am Donnerstagabend hatte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) Verzögerungen bei den Teststationen an bayerischen Flughäfen eingeräumt. Grund sei «ein Schnittstellenproblem in der Datenverarbeitung» beim verantwortlichen privaten Dienstleister Ecolog. Schon in der Vergangenheit hatte es Probleme bei der Übermittlung an mehreren Teststellen in Bayern gegeben. Mitte August war bekannt geworden, dass Zehntausende Menschen tagelang auf das Ergebnis ihrer Corona-Tests gewartet hatten – darunter auch mehr als 900 positiv Getestete. Sowohl eine Stellungnahme des LGL als auch von Ecolog standen am Freitag noch aus.