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Umfrage: Mehrheit in Bayern für Strafen für Impfschwänzer

München (dpa/lby) – Eine klare Mehrheit der Menschen in Bayern hält einer Umfrage im Auftrag des Bayerischen Rundfunks zufolge Strafen für das Schwänzen von Impfterminen für angemessen. Fast zwei Drittel befürworteten eine Geldbuße für Menschen, die ihren Impftermin nicht wahrnähmen, ergab die repräsentative Civey-Umfrage für BR24. Mit 63,4 Prozent plädieren in Bayern etwas weniger Befragte für finanzielle Folgen des Impfschwänzens als im Bundesdurchschnitt (65 Prozent).

43 Prozent im Freistaat sind der Umfrage zufolge der Meinung, dass Impfterminschwänzer auf jeden Fall bestraft werden sollen, weitere 20,4 sagen «eher ja». Drei von zehn der Befragten (30,5 Prozent) lehnten Strafen für Impfterminschwänzer grundsätzlich oder eher ab. 6,1 Prozent hatten keine klare Meinung.

In der Frage, ob Anreize die ins Stocken geratene Impfkampagne wieder anstoßen könnten, zeigen sich die Menschen in Bayern skeptisch. An den Erfolg eines Geldgeschenks oder Gutscheins glauben lediglich 6,3 Prozent, wie die Umfrage weiter ergab. Nach Einschätzung von knapp 30 Prozent könnte am ehesten die Möglichkeit zum freien Reisen zu mehr Impfungen führen.

Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Civey die Antworten von 886 in Bayern lebenden Menschen zur Frage der Geldstrafen und 1000 Menschen zur Frage von finanziellen Anreizen berücksichtigt. Die Menschen wurden in der Zeit vom 5. bis 9. Juli befragt.

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