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Kaeser: Zugfusion mit Alstom nicht um jeden Preis

München (dpa) – Bei der geplanten Bahnfusion mit dem französischen Alstom-Konzern sieht Siemens-Chef Joe Kaeser nun die Wettbewerbsbehörden am Zug. Die Teams hätten ein «sehr ausgewogenes Konzept» vorgelegt, sagte der Manager am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal in München laut Redetext. Nun müssten die Wettbewerbsbehörden entscheiden. Es sei für alle Beteiligten gut, wenn die Fusion gelänge. «Wir werden sie aber nicht um jeden Preis suchen», sagte Kaeser. Die eigene Zugsparte sei wettbewerbsfähig. Und Siemens habe Optionen.

Die EU-Kommission steht der geplanten Fusion äußerst kritisch gegenüber. Siemens und Alstom hatten Ende vergangener Woche weitere Zugeständnisse gemacht, um ihr Vorhaben doch noch durchzubringen. Allerdings verlautete aus Brüsseler Kreisen, dass auch dies der Wettbewerbsbehörde wohl nicht ausreicht. Die EU-Kommission will bis zum 18. Februar entscheiden.

Den Start in das neue Geschäftsjahr nannte Kaeser «gemischt». Das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft sei «eher am unteren Rand unserer Planungen» ausgefallen.