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Tierfilmer-Witwe Inge Sielmann gestorben

München (dpa) – Inge Sielmann, die Witwe des international bekannten Tierfilmers Heinz Sielmann, ist tot. Sie starb am Montag kurz vor ihrem 89. Geburtstag an ihrem Wohnsitz in München, teilte die von dem Ehepaar gegründete Heinz Sielmann Stiftung am Dienstag im niedersächsischen Duderstadt mit.

Inge Sielmann, die aus Hamburg stammt, unterstützte ihren Mann von Anfang an bei seinen Filmprojekten. Sowohl bei der Vorbereitung der Filmreisen als auch bei der Sichtung des Rohmaterials arbeitete sie mit und führte die Geschäfte seiner Filmfirma, wenn er für Dreharbeiten rund um den Globus unterwegs war. Beide brachten Artenvielfalt aus fünf Kontinenten in die Wohnzimmer und schufen ein Bewusstsein für den Natur- und Artenschutz.

Die 1994 von dem Paar gegründete Naturschutzstiftung machte es sich unter anderem zum Ziel, Kinder und Jugendliche an einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt heranzuführen. Als erste private Stiftung erwarb sie ehemalige Truppenübungsplätze und Bergbauflächen, um sie langfristig für den Naturschutz zu sichern. Inge Sielmann wurde für ihr Engagement für den Naturschutz mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Umweltpreis. In Duderstadt plant die Stiftung am 26. April eine Trauerfeier.