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Steuerhinterziehung: Betreiberwechsel bei Krematorium

Kempten (dpa/lby) – Weil sich der Betreiber eines Krematoriums nach der Einäscherung von Toten am Verkauf von Zahngold bereichert hat, wurde ihm von der Stadt Kempten der Betrieb der Einrichtung untersagt. Wie eine Stadtsprecherin am Donnerstag bestätigte, hat der Betreiber das Krematorium deshalb zum Jahresende an eine andere Firma verkauft. Zunächst hatte die «Allgäuer Zeitung» berichtet.

Der inzwischen ehemalige Betreiber und der Betriebswart des Krematoriums waren im Oktober 2019 vom Amtsgericht Augsburg zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Sie hatten gestanden, Zahngold und andere Edelmetalle aus der Asche von Toten verkauft und nicht ordnungsgemäß versteuert zu haben. Dem Fiskus war laut Anklage ein Schaden von knapp 340 000 Euro entstanden.