Sport: Brose Bamberg holt sich nächsten Sieg – DJK Don Bosco Bamberg verliert Heimspiel

In der Basketball-Bundesliga hat sich Brose Bamberg den nächsten Saison-Sieg geholt. Die Bamberger gewannen in Bonn mit 106 zu 81. Weiter geht’s für die Bamberger am Mittwoch mit dem Champions League Auswärtsspiel in Riga. Und noch ein Ergebnis vom Fußball: In der Bayernliga hat die DJK Don Bosco Bamberg gestern Nachmittag mit 2 zu 5 gegen den Würzburger FV verloren.

 

 

Brose Bamberg siegt souverän in Bonn

Brose Bamberg behält auch nach dem 7. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga in fremder Halle eine weiße Weste und gewann bei den Telekom Baskets Bonn souverän mit 106:81. Bereits zur Pause lag Brose mit 55:28 vorne, herausgespielt durch eine ganz starke Leistung sowohl offensiv als auch defensiv. Zwar nahmen die Mannen von Roel Moors in der zweiten Halbzeit und vor allem in den letzten sieben Minuten etwas Tempo raus, am ungefährdeten Sieg änderte das aber nichts. Bester Werfer eines homogenen Teams war Assem Marei mit 19 Punkten. Seine zusätzlichen elf Rebounds bedeuteten das nächste Double-Double des Ägypters. Nelson Weidemann erzielte mit 14 Zählern seinen bisherigen Karrierebestwert.

Roel Moors: „Ich bin sehr glücklich mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben. Die Jungs haben das für 33 Minuten umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte, aber die sind eher für die Kabine und nicht für die Öffentlichkeit, denn es ist klar, die letzten sieben Minuten haben wir viel zu viel zugelassen. Aber, alles in allem, war das heute ein sehr gutes Spiel von uns – offensiv als auch defensiv. Vorne haben wir den Ball gut bewegt, hinten haben wir nur schwere Würfe zugelassen.“

Brose ließ von Beginn an keinerlei Zweifel aufkommen, dass sie nach Bonn gereist sind, um das Parkett als Sieger zu verlassen. Körpersprache, Einstellung – alles sprach für Bamberg, deren ersten fünf Zähler auf das Konto von Nelson Weidemann gingen (5:2, 3.). Einmal mehr auffällig: die Wurfauswahl stimmte, die Dreier fielen hochprozentig. Alleine im ersten Viertel trafen die Gäste vier Würfe von jenseits der 6,75m-Linie. Ein 8:0-Lauf brachte Brose nach gut neun Minuten erstmals zweistellig in Front: 23:12. Nach dem ersten Abschnitt betrug die Führung 14 Zähler, stand es 28:14.

Zweites Viertel, gleiches Bild. Brose dominierte – und das auf beiden Seiten des Feldes. Kaum freie Würfe ließen die Bamberger ihrem Gegner zu, selbst spielten sie die Systeme bis zum Schluss durch. Kameron Taylor besorgte nach 14 Minuten den 20-Punkte-Vorsprung: 36:16. Und Bamberg ließ, angetrieben von rund 50 mitgereisten Fans, auch in der Folgezeit nicht nach, blieb konzentriert – und treffsicher. Bis zur Pause schoss Brose 59 Prozent aus dem Zweipunkt- und eben soviel aus dem Dreipunktbereich. Die Folge: Bamberg führte zur Pause mit 27 Punkten – 55:28.

Im dritten Viertel spielten dann auch die Bonner offensiv besser mit. Aber richtig nah kamen sie dennoch nicht, da Brose immer die passende Antwort parat hatte. Abschnitt drei gehörte dabei in erster Linie auf Bamberger Seite Assem Marei. Der alleine war für 15 Punkte zuständig, pflückte dabei noch drei Rebounds und sorgte somit dafür, dass die Brose-Führung weiterhin immer über 20 Zählern blieb. Zwischenzeitlich lagen die Gäste sogar mit 32 Punkten vorne (71:39, 26.). Vor dem Schlussabschnitt waren es immer noch 27. Mit 82:55 ging es in die abschließenden zehn Minuten.

Dort brannte nichts mehr an. Zu clever, zu fokussiert spielten die Bamberger. Roel Moors verteilte die Spielzeit auf viele Schultern. Rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende skandierten die Bamberger Fans: „Wir wollen die Hundert sehn!“ Nelson Weidemann tat ihnen den Gefallen. Zunächst netzte er den Dreier ein, anschließend traf er zwei Freiwürfe zum 100:70. Brose gewann eine ganz starke Partie souverän mit 106:81. Dabei zeigten die Bamberger einmal mehr Härte und Entschlossenheit unter dem Korb (41 Rebounds, 14 davon offensiv) und tolles Teamplay (27 Assists, Paris Lee mit zehn). Als Lohn gab es nicht nur den sechsten Sieg im siebten Spiel, sondern auch Tabellenplatz zwei in der easyCredit BBL.

Brose Bamberg:

Lee 8, Weidemann 14, K. Taylor 18, Stuckey, McLean 10, Olinde 3, Harris 6, Obasohan 4, Carrera 6, Sengfelder 13, B. Taylor 5, Marei 19

 

 

 

Wichtiger Arbeitssieg der Baunach Young Pikes

 

In einer intensiven und kampfbetonten Partie siegten die Baunach Young Pikes in der BARMER 2. Basketball Bundesliga Pro B gegen die OrangeAcademy aus Ulm mit 78:67 und bleiben damit auf dem zweiten Tabellenplatz.

Über zwei Minuten mussten die vielen Zuschauer in der Hauptsmoorhalle warten, bevor Brandon Tischler mit zwei Freiwürfen die ersten Punkte der Begegnung erzielte. Allerdings merkte man seinem Team die Verunsicherung nach der herben Niederlage vom letzten Wochenende zu Beginn an , denn die Young Pikes trafen im 1. Abschnitt schlecht aus dem Feld (31%) und hatten einige Ballverluste zu verzeichnen. So konnten die Schützlinge von Anton Gavel eine 19:13 Führung mit in die erste Viertelpause nehmen.

Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber wesentlich konzentrierter ins Spiel und konnten Punkt für Punkt verkürzen. Zu einer Schlüsselszene kam es in der 15. Minute beim Stand von 20:26, als Brandon Tischler zunächst mit einem Dunk kraftvoll abschloss und dann im Zurücksprinten sofort in der eigenen Zone einen Ballgewinn verbuchen konnte, der wiederum im Gegenzug von Daniel Köppel unter dem Korb verwandelt wurde. Jetzt war das Momentum auf Seiten der Baunacher, die nach zwei Dreien durch Elias Baggette und Mateo Seric mit 36:33 in Führung gehen konnten. Beim Stand von 38:35 ging es dann in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel sah man jetzt eine wie befreit aufspielende Baunacher Mannschaft, der sofort ein 11:0 Lauf zum 47:33 gelang. Es dauerte etwas, bis sich die Ulmer wieder gefangen hatten und zum Ende des dritten Viertels zurück in ihren Rhythmus gelangten. Zwar sah es nach 30 Minuten (61:50) immer noch gut für die Gastgeber aus, doch es war zu spüren, dass sich die Gäste noch lange nicht aufgegeben hatten.

Im letzten Viertel erhöhten die Spieler der OrangeAcademy sofort die Intensität und verkürzten bis zur 34. Minute auf 61:56. Doch Leon Bulic, der erneut über eine sehr gute Wurfquote verfügte, erhöhte im Gegenzug mit einem Dreier auf 64:56 und verschaffte damit seinem Team wieder etwas Luft. Jetzt behielten die Baunacher die Spielkontrolle und ließen die Gäste nicht mehr näher herankommen, so dass man am Ende einen verdienten 78: 67 Erfolg feiern konnte. Coach Mario Dugandzic war nach dem Spiel erleichtert: „ Das war das erwartet schwere Spiel. Nach der Niederlage in Würzburg wollten wir eine Reaktion zeigen und wieder zurück zu dem, was wir die Wochen davor gemacht hatten. Am Anfang im ersten Viertel war das noch ein bisschen träge. Entscheidend war die Situation mit Brandon, dann waren wir auf einmal wirklich im Spiel und das hat uns letztendlich kurz zur Halbzeit schon wichtigen Push gegeben, mit dem wir dann auch guten Gewissens in die zweite Halbzeit starten konnten. Dann sind wir toll aus der Halbzeit rausgekommen und haben wieder so ein bisschen unseren Rhythmus gefunden, den wir aus den Spielen davor auch die ganze Zeit gepflegt hatten. Am Ende des Tages kann man schon von einem Arbeitssieg sprechen, aber wir haben das Spiel wirklich gut kontrolliert und dann auch in der zweiten Halbzeit nicht nachgelassen. Den Gegner dann erneut unter 70 Punkten gehalten zu haben, also das ist schon für so eine junge Mannschaft wirklich toll.“ Weiter geht es am kommenden Samstag, wenn die Baunacher in Erfurt antreten müssen.

 

Baunach Young Pikes: Heckel (17 Punkte/2 Dreier), Seric (13/1), Bulic (12/2), Baggette (11/1), B. Tischler (8), Plescher (6/2), Keppeler (5), Köppel (4) Saffer (2) Edwardsson, N. Tischler.

OrangeAcademy: Philipps (21/1), Krimmer (11), Ensminger (8), Bulajic (8), Stoll (6/2), Krause (5/1), Krasovec (4), Diallo (4), Mittmann, Milicic.

Zuschauer: 420