Bielefelds Torwart Stefanos Kapino (r) kassiert den Treffer zum 0:3., © Friso Gentsch/dpa

Spitzenreiter: Jahn Regensburg bejubelt Zweitliga-Topstart

Jahn Regensburg ist der nächste Topstart in die 2. Fußball-Bundesliga geglückt. Das Team von Trainer Mersad Selimbegovic gewann am Sonntag auch das zweite Saisonspiel beim Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld mit 3:0 (1:0) – und das absolut verdient. Kapitän Benedikt Gimber mit einem sehenswerten Kopfball in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, Mittelfeldkollege Maximilian Thalhammer mit einem platzierten Flachschuss (56. Minute) und der eingewechsele Minos Gouras (90.+1) nach einem Anwehrfehler erzielten die Tore für die hervorragend organisierten Oberpfälzer.

«Am Ende war es einen Ticken zu hoch vom Spielverlauf», kommentierte Selimbegovic: «Aber das nehmen wir gerne, weil wir wissen, dass jedes Tor in dieser Liga Bedeutung haben kann.» Mit sechs Punkten und 5:0 Toren sprang der Jahn an die Tabellenspitze. «Bei uns hängt sich jeder komplett rein. Ich bin zufrieden, wie sich jeder in der Mannschaft einbringt. Daran müssen wir weiter anknüpfen», sagte Gimber, der mit seinem Torjubel verriet, «dass ich Vater werde».

In der vergangenen Saison war den Regensburgern sogar ein Traumstart mit vier Siegen gelungen. Der Jahn stimmte sich mit den Siegen prächtig ein auf das DFB-Pokal-Heimspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Köln und das folgende Punktspiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Der Auftritt des Jahn vor 18.144 Zuschauern auf der Bielefelder Alm – darunter Kölns Chefcoach Steffen Baumgart – wirkte sehr reif. Andreas Albers hatte nach einem Fehlpass von Torwart Stefanos Kapino schon früh das 1:0 auf dem Fuß. Der Angreifer verfehlte das leere Bielefelder Tor aber aus der Distanz. Gimber machte es beim Kopfball ins lange Eck nach Flanke von Nicklas Shipkowski dann besser. «Der Zeitpunkt des Tores war optimal. So konnten wir uns in der zweiten Halbzeit mehr aufs Kontern fixieren», meinte der Jahn-Kapitän.

Nach der Pause drängte zunächst die Arminia und hatte auch zwei gute Torchancen durch Janni Serra. «Da mussten wir ein paar brenzlige Situationen überstehen», sagte Selimbegovic: «Genau zum richtigen Zeitpunkt spielen wir einen Konter zum 2:0 aus.» Thalhammer stoppte den Bielefelder Schwung mit seinem feinen Flachschuss. Arminia-Coach Uli Forte bezeichnete das 0:2 als «Genickschlag». Der im Abschluss glücklose Stürmer Serra kommentierte: «Regensburg war eiskalt.»