Ein Fußball liegt vor der Partie im Netz., © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Später Schock für «Löwen»: 1860 überwintert auf Platz sechs

Der TSV 1860 München hat sich durch ein spätes Gegentor mit einem herben Stimmungsdämpfer in die Winterpause der 3. Fußball-Liga verabschiedet. Die «Löwen» kamen vor Heimpublikum am Montagabend gegen Rot-Weiss Essen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und überwintern auf Platz sechs. Albion Vrenezi (76.) hatte die Hausherren mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht, Felix Bastians köpfte nach einem Freistoß (90.+1) zum Ausgleich. Für das Team von Michael Köllner, der immer stärker unter Druck gerät, war es das vierte sieglose Spiel in Serie.

«Wir haben kämpferisch alles gegeben und die Mannschaft ist an die Grenze gegangen. Aber so ein Standard zum Schluss darf uns nicht passieren», bemängelte Köllner bei Magenta Sport und bezeichnete den Ausgang als «unheimlich bitter».

Nach drei torlosen Auftritten offenbarten die Münchner beim Hinrundenabschluss erneut Defizite im Offensivspiel. Die Hausherren kontrollierten zwar über weite Strecken das Spiel, gelangten aber kaum in die Gefahrenzone. Marius Wörl (21.) vergab die einzige Großchance der ersten Halbzeit, als er aus etwa fünf Metern am Tor vorbeischoss. Bei den Essenern knallte Niklas Tarnat (36.) einen Freistoß an den Pfosten.

Erst die Einwechslung von Offensivspieler Marcel Bär sorgte nach der Pause für mehr Durchschlagskraft im Sturm. Vrenezis scheinbar erlösender Treffer versetzte die Münchner Fans im Grünwalder Stadion zunächst in Ekstase – es war der erste Treffer für die Bayern nach 356 Minuten. Der späte Gegentreffer sorgte letztendlich für lange Mienen. Der Rückstand auf den Zweitplatzierten Saarbrücken beträgt drei Punkte. «Wir werden vom ersten bis zum letzten Spieltag der Rückrunde attackieren», versprach Köllner.