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Söder appelliert an ungeimpfte Fußballprofis

München (dpa) – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich für 2G auch unter Fußballprofis ausgesprochen und noch ungeimpfte Spieler zur Impfung aufgerufen. «Das wäre ein Riesensignal, dass eine Identität zwischen Fans und Spielern herrscht. Denn die Fans im Stadion müssen viel auf sich nehmen und für die Fans sind die Fußballspieler da», sagte Söder am Freitag nach Beratungen der CSU-Freie-Wähler-Koalition in München.

Die Verantwortlichen in den Dachverbänden und Vereinen würden sich sehr bemühen, sagte Söder vor dem Hintergrund verschärfter Corona-Maßnahmen in Bayern und einer Debatte über eine Impfpflicht. «Jeder Spieler, der sich nicht bereit erklärt, dort an der Stelle diesen Weg zu gehen, wird am Ende seinem Verein keinen großen Gefallen tun und dem großen Sport ebenso.»

Söder beschrieb 2G für den Profifußball als «sinnvoll», auch wenn das rechtlich schwierig durchzusetzen sei. «Es ist ein lebensgefährliches Unterfangen, sich nicht zu impfen», betonte der Ministerpräsident.

Zuletzt hatte die Debatte um den ungeimpften Bayern-Profi und Nationalspieler Joshua Kimmich für Aufsehen gesorgt.

Angesichts der dramatischen Corona-Lage dürfen Kultur- und Sportveranstaltungen in Bayern nur noch in deutlich kleinerem Rahmen stattfinden. Söder sprach von einer Auslastung von maximal 25 Prozent an Zuschauern. Zudem gilt dort die 2G-plus-Regel – Zugang also auch für Geimpfte und Genesene nur noch mit Test.

Bei roter Krankenhaus-Ampel wie derzeit in Bayern haben in den Stadien nur noch Fans Zutritt, die geimpft und genesen (2G) sind. Für Spieler und Trainer der Profivereine gilt an Spieltagen in den Stadien die 3G-Regel – Einlass für Geimpfte, Genesene und Getestete.

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