© Lukas Schulze

Sieg durch starkes Schlussviertel

Basketball Bundesligist Brose Bamberg ist nach der knappen Heimniederlage gegen die Bayern wieder erfolgreich gewesen. Die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers hat bei den Skyliners Frankfurt mit 86 zu 76 gewonnen. Bester Werfer des Spiels war Bambergs Michele Vitali mit 23 Punkten. Weiter geht es für Brose Bamberg schon am Freitag-Abend – erneut in der Basketball Bundesliga, auswärts bei den Niners in Chemnitz.

 

Hier die ausführliche Pressemeldung von Brose Bamberg:

Brose Bamberg hat sich am 17. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga einen 86:76-Sieg bei den FRAPORT SKYLINERS erkämpft. Danach sah es zur Pause allerdings nicht aus. Nachdem Brose das dritte Viertel mit 8:27 verlor, ging es mit einem 14-Punkte-Rückstand in die Halbzeit (32:48). Der Rückstand wurde im dritten Viertel nochmals etwas größer, ehe Bamberg begann, das Spiel zu drehen. Defensiv nun voll auf der Höhe, offensiv gnadenlos effektiv – Brose holte den Rückstand auf und ging nach 34 Minuten wieder in Führung: 64:63. Diese konnten die Bamberger bis zum Ende noch auf zehn Punkte ausbauen und sicherten sich somit einen wichtigen Sieg im Kampf um die Playoffs. Vier Brose-Spieler punkteten zweitstellig: Sengfelder (13), Hall (22), Kravish (22, fehlerfrei aus dem Feld und von der Freiwurflinie(!)), Vitali (23).

Johan Roijakkers: „Heute haben wir gesehen, welches Bamberg wir dieses Jahr sind. Wenn wir nicht mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen, dann tun wir uns sehr schwer. Wenn wir aber mit der richtigen Einstellung auftreten, dann können wir ein sehr gutes Team sein. Gratulation an meine Spieler für ihren Kampf und Einsatz. Mit der Art wie sie zurückgekommen sind, haben sie den Sieg verdient. Ein besonderes Lob geht an Joanic Grüttner. Sein Einsatz war exzellent, er hat das Spiel für uns in der zweiten Halbzeit gedreht. Dazu war Michelle Vitali in der Endphase einfach der entscheidende Mann.“

Der Beginn war ausgeglichen mit erfolgreichen Offensivaktionen auf beiden Seiten. Bei Frankfurt war es in den ersten Minuten vor allem Rasheed Moore, den die Bamberger Verteidigung nur schwer in den Griff bekam und der alleine im ersten Viertel auf zehn Zähler kam. Brose machte diesen Fakt aber mit einem geschlossenen Mannschaftsspiel wett, und mit viel Einsatz unter dem Korb. Elf Rebounds und sechs Assists standen nach zehn Minuten zu Buche. Ein 6:0-Lauf brachte nach gut sieben Minuten die Bamberger 19:15-Führung. Drei Zähler davon waren nach zehn Minuten beim Stand von 24:21 noch übrig.

Im zweiten Abschnitt lief es für Brose dann, warum auch immer, gar nicht mehr. Es dauerte knapp vier Minuten, ehe die Gäste erstmals durch David Kravish erfolgreich abschließen konnten. Bis dahin hatten die Frankfurter aber bereits zehn Punkte erzielt (26:31, 14.). Und weiter spielten nur die Hausherren. Bei Brose indes war der Faden offensiv und defensiv vollkommen gerissen. Die Folge: Frankfurt zog auf und davon, gewann das zweite Viertel mit 27:8 und sorgte für einen Bamberger 16-Punkte-Rückstand zur Pause: 32:48. Eine aussagekräftige Zahl nach 20 Minuten: Brose leistete sich bis zur Pause zwölf Ballverluste.

Dass Brose verteidigen kann, zeigten die Gäste dann in der zweiten Halbzeit. Von Beginn an setzten die Bamberger nun den defensiven Ton. Und aus starken Defensivaktionen kamen erfolgreiche Offensivaktionen zustande. Nun stimmte auch wieder die Körpersprache: es wurde geredet, es wurde gefightet, es wurde kein Ball verloren gegeben. Im dritten Viertel kassierte Brose lediglich acht Punkte. Vorne war es immer wieder Devon Hall, der seine Mannschaft anführte und den Rückstand sukzessive verkürzte. Nach zwei erfolgreichen Kravish-Freiwürfen zum Ende des Abschnitts lag Brose nur noch mit sechs Punkten hinten, stand es 50:56.

Die Frage nun: welches Gesicht zeigen die Gäste im Schlussabschnitt? Das des zweiten Viertels oder das des dritten? Die Antwort wurde schnell gegeben. Nach Punkten von Kravish, Sengfelder und einem Hall-Dreier übernahm fortan Michele Vitali in der Offensive das Geschehen. Der Italiener traf zunächst den Distanzwurf, kurz darauf zwei Freiwürfe und brachte seine Mannschaft damit wieder in Führung (64:63, 34.). Die gaben die Bamberger zwar noch einmal kurz her, spätestens aber nach dem nächsten Vitali-Dreier war Brose beim 76:69 zweieinhalb Minuten vor Ende endgültig auf die Siegerstraße eingebogen. Zwar kam Frankfurt nochmal auf sechs Zähler ran, ein weiterer Dreier von Michele Vitali und eine Offensivfoulaufnahme vom starken Joanic Grüttner besiegelten 40 Sekunden vor Schluss den Bamberger Sieg. Durch das 86:76 tauschen Frankfurt und Brose wieder die Plätze, so dass Bamberg nun wieder auf Tabellenplatz acht rangiert.

 

Brose Bamberg:

Ruoff, Plescher dnp, Seric, Hall 20, Ogbe 2, Thompson 4, Vitali 23, Hundt 2, Sengfelder 13, Kravish 22, Grüttner