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Sechs Steinböcke aus Nürnberg in den Alpen ausgewildert

Nürnberg/Lessach (dpa/lby) – Sechs Steinböcke hat der Nürnberger Tiergarten in den österreichischen Alpen ausgewildert. Wie die Stadt Nürnberg am Donnerstag mitteilte, wurden die drei Männchen und drei Weibchen am Mittwoch sowie drei weitere Tiere mit einem Hubschrauber zum Ort der Auswilderung im Lessachtal geflogen. Dort seien die Steinböcke ins höher gelegene, felsige Gelände gestiegen.

Die Tiere erhielten demnach zur Beobachtung gut erkennbare Ohrmarken mit Nummern. Im Lessachtal gab es den Angaben zufolge vor der Auswilderung keine Steinböcke mehr. Mit den Marken soll nachverfolgt werden, ob die Tiere zum Beispiel Anschluss an Kolonien im nahegelegenen Göriachtal und im Gasthofgebirge finden. Ziel des Auswilderungsprojekts sei es, die Vorkommen zu verknüpfen.

Der Nürnberger Tierpark beteiligt sich nach eigenen Angaben seit dem Jahr 1995 an Auswilderungsprojekten für Alpensteinböcke. Vergangene Woche hatte sich auch der Münchner Tierpark Hellabrunn mit zwei Tieren an einer Auswilderung in Österreich beteiligt. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Alpensteinbock nahezu ausgerottet. Durch Schutz- und Auswilderungsprojekte konnte sich der Bestand aber erholen.

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