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Scholz trägt bei Videokonferenz auch mal Sportkleidung

Vilshofen (dpa) – Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) ist in Videokonferenzen in der Corona-Pandemie auch schon mal in Sportkleidung aufgetaucht. Normalerweise trage er keine Jogginghosen, sagte der SPD-Kanzlerkandidat am Mittwoch im bayerischen Vilshofen. «Aber am Sonntag und wenn es lauter Freunde sind, dann kann es schon passieren, dass ich auch Freizeitkleidung hab, die so weit geht.» Neulich habe er morgens auf dem Hometrainer gerudert und sich danach direkt vor die Kamera gesetzt. «Und man konnte ja nur mein Gesicht und mein T-Shirt sehen.»

Er mache inzwischen viel mehr Sport als in seiner Kindheit, berichtete Scholz. «Ziemlich viel Laufen», aber auch rudern und wandern. Seine ehemaligen Mitschüler seien ziemlich verwundert. «Die, die mit mir zur Schule gegangen sind, kennen nur den unsportlichen Olaf Scholz, der irgendwie froh war, wenn er nicht am Sportunterricht teilnehmen musste», berichtete der 62-Jährige. Irgendwann habe sich das aber geändert.

Gefragt nach dem, was ihn am meisten aufrege, sagte Scholz: «Am meisten bringt mich auf die Palme, wenn Leute Dünkel haben, sich als was Besseres empfinden.» Die Menschen sollten sich in ihrer Unterschiedlichkeit respektieren – unterschiedliche Wohnorte, Berufe, Ziele. «Ich kann diesen Dünkel, dieses sich für was Besseres halten, was Schlaueres halten, nicht ab», betonte er.

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