© Friso Gentsch

Schlägereien und Aggressionen auf dem Forchheimer Annafest

Hier haben in den vergangenen Tagen einige Besucher mächtig Ärger gemacht. Das hat die Polizei heute mitgeteilt:

 

So ging bereits am vergangenen Donnerstag ein 27-jähriger Mann brutal auf einen 16-jährigen aus Ebermannstadt los. Der Jugendliche hatte ihn lediglich darum gebeten, ihn vorbeizulassen. Der 27-jährige aber knallte ihm einen Glaskrug ins Gesicht. Der Krug zersprang, die Splitter durchbohrten die Unterlippe des jungen Mannes. Außerdem brach ein Schneidezahn teilweise ab. Das Opfer kam in eine Erlanger Spezialklinik. Der Randalierer ging dann noch auf Polizisten los. Selbst als die ihn zu Boden gebracht und gefesselt hatten, bespuckte und beleidigte er sie. Die Folge: es ging ab in die Zelle und es setzt einige Anzeigen.

 

Eine weitere Folge: der Schläger hat Annafestverbot. Das trifft auch einen 35-jährigen. Der war am vergangenen Mittwoch auf Polizisten und Sicherheitsleute losgegangen. Ein Beamter verletzte sich hier leicht.

 

Hier der Bericht der Polizei in Forchheim:

 

FORCHHEIM. „Wir müssen draußen bleiben!“ – dies gilt für unbelehrbare Störenfriede, die auf dem Annafestgelände Ärger machen.

 

So musste gegen einen 27-jährigen Mann aus dem Landkreis Forchheim ein Annafestverbot ausgesprochen werden, nachdem er am vergangenen Donnerstagabend gewalttätig gegen Festbesucher und Polizeibeamte vorgegangen war. Der deutlich Alkoholisierte hatte sich zunächst provokativ den Besuchern einer Gaststätte auf den Oberen Kellern in den Weg gestellt. Die Bitte eines 16-jährigen Ebermannstädters, ihn vorbeizulassen, beantwortete er mit brutaler Gewalt: Er schlug dem Jugendlichen einen Glaskrug so heftig ins Gesicht, dass der Halbliterkrug zersprang und die Unterlippe des Jungen von Splittern durchbohrt wurde. Außerdem brach ein Schneidezahn teilweise ab. Der Geschädigte musste vom Rettungsdienst in eine Erlanger Spezialklinik transportiert werden. Doch damit nicht genug – auch gegenüber dem einschreitenden Sicherheitspersonal und den hinzugerufenen Polizeistreifen verhielt sich der Randalierer aggressiv und gewalttätig. Selbst als er Boden gebracht und gefesselt worden war, beleidigte und bespuckte er die Einsatzkräfte. Beim Abtransport versuchte er, eine Polizeibeamtin mit Kopfstößen zu verletzen. Um weitere Straftaten zu verhindern wurde der Mann in Gewahrsam genommen. Er verbrachte die Nacht im Haftraum der Polizeiinspektion Forchheim und muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie weiterer Straftaten verantworten.

 

Ein unrühmliches vorzeitiges Ende fand das Annafest 2018 auch für einen 35-jährigen Landkreisbewohner. Er wurde per Verbotsverfügung der Stadt Forchheim vom Annafestgelände verbannt, nachdem er sich (wie berichtet) am vergangenen Mittwoch auf den Unteren Kellern massiv danebenbenommen hatte. Als er von Sicherheitsdienstmitarbeitern aufgefordert wurde, den Fluchtweg freizumachen, versuchte er, diese zu provozieren und beleidigte sie. Polizeibeamte nahmen den sich heftig wehrenden Mann in Gewahrsam. Als ihm im Haftraum der Polizeiinspektion Forchheim die Fesseln abgenommen wurden, trat und schlug der erheblich unter Alkoholeinfluss Stehende sofort wieder um sich. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Mehrere Strafanzeigen sind die Konsequenzen dieses Fehlverhaltens.