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Rund 5700 Hochzeiten weniger in Bayern

Wiesbaden/München (dpa/lby) – In der Corona-Krise ist auch in Bayern die Zahl der Hochzeiten deutlich zurückgegangen. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind die Eheschließungen im ersten Halbjahr 2020 im Freistaat auf rund 22 600 gesunken, im Vorjahreszeitraum hatten noch fast 28 300 Paare geheiratet.

Dabei hatte das Jahr noch mit einem deutlichen Plus begonnen. Im Januar und Februar waren in den bayerischen Standesämtern noch mehr als 5500 Ehen geschlossen worden, dies waren rund 40 Prozent mehr als in den ersten beiden Monaten 2019. Danach kam mit der Pandemie allerdings der Einbruch. So haben heuer im typischen Hochzeitsmonat Mai beispielsweise nur knapp 5250 Paare sich das Jawort gegeben, im Vorjahr waren es rund 8300.

Auch in den anderen Bundesländern hat die Krise viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Nach der Ehe-Statistik wurden in den ersten sechs Monaten bundesweit 139 900 Ehen geschlossen, 29 200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Bundesbehörde am Montag in Wiesbaden berichtete.

Mitte März hatten Bund und Länder strenge Auflagen verhängt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Viele Standesämter schlossen vorübergehend ganz, andere schränkten ihre Dienste ein.