© Andreas Gebert

Rummenigge zu Bayern-Zukunft: Nicht frühzeitig entscheiden

München (dpa) – Karl-Heinz Rummenigge lässt es offen, ob er seinen im kommenden Jahr auslaufenden Vertrag als Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München verlängern möchte. «Ich lasse das alles ganz entspannt auf mich zukommen, wir werden uns unterhalten und dann werde ich sehen, ob es weitergeht oder nicht», sagte der 62-Jährige der «tz» (Donnerstag). «Ich bin ja bekannt dafür, dass ich mich nicht frühzeitig entscheide.»

Im Jahr 1991 startete Rummenigge als Vizepräsident die Funktionärslaufbahn. Seit 2002 ist er Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG. 2016 hatte er seinen Vertrag bis 2019 verlängert. Es wurde schon über eine weitere Verlängerung spekuliert. «Ich persönlich will nicht zur Gruppe derer gehören, die meinen, sie wären unersetzlich», sagte Rummenigge. «Irgendwann wird auch für mich der letzte Tag kommen. Dann muss man nicht nur bereitwillig, sondern auch positiv den Schlüssel übergeben, den der Nächste wieder in die Tür steckt.»

Rummenigge meinte ferner: «Ich bin überzeugt, dass Uli (Hoeneß) und ich uns in nicht allzu ferner Zukunft einen fähigen Mann ausgucken müssen, den wir im Umgang sicherlich unterstützen werden – der dann aber auch selber schwimmen muss. Man kann ihm vielleicht einen Rettungsreifen an den Rand legen, aber ich bin davon überzeugt, dass sie das alle gut machen werden», sagte Rummenigge.

Im vergangen Jahr hatte Rummenigge seine Tätigkeit als Vorsitzender der europäischen Fußball-Clubvereinigung beendet. «Vergangenes Jahr habe ich nach zehn Jahren bei der ECA aufgehört, habe sie auf einem Top-Niveau verlassen. Als der Abschied kam, war mir schon wehmütig ums Herz, im Nachhinein muss ich allerdings sagen: Es war die absolut richtige Entscheidung. Man muss auch bereit sein loszulassen», sagte Rummenigge.