Robert Klauß geht über ein Spielfeld., © Frank Molter/dpa

Aufstieg noch drin: Nürnberg vor Spiel gegen Sandhausen

Mitten im Aufstiegsrennen hadert Nürnbergs Trainer Robert Klauß mit wenig erfreulichen Erinnerungen. Vor dem Duell gegen den SV Sandhausen am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) in der 2. Fußball-Bundesliga denkt der 37-Jährige auch an das Hinspiel. Die Spielidee sei beim 2:1-Erfolg in der Fremde in Ordnung gewesen, «aber die Umsetzung war schon relativ kacke bis zur 70. Minute», sagte Klauß am Freitag. Erst in der Schlussphase drehte der «Club» damals die Partie.

Mit zu vielen taktischen Vorgaben habe sein Team die Zielstrebigkeit verloren: «Wir haben zu viel um den heißen Brei herumgespielt und sind nicht in den Strafraum reingekommen», sagte Klauß. Nun möchte Nürnberg mit einem anderen Konzept gegen den Tabellen-15. antreten. Klauß will seinen Spielern «relativ einfache Mittel mit an die Hand geben» und ihnen Mut für kreative Lösungen zusprechen. «Wichtig wird sein, dass wir es nicht zu kompliziert machen.»

Eine einfache Partie erwartet der «Club» jedoch keinesfalls. Sandhausen sei «eine sehr robuste Mannschaft, die hinten auch gut weg verteidigt, viele Spieler hinter dem Ball hat». Auch die Form der Gäste nötigte Klauß Respekt ab: «Sandhausen ist Vierter in der Rückrunden-Tabelle, hat gegen jedes Topteam einen Punkt geholt.»

Jüngstes Opfer: Der FC St. Pauli. Die Hamburger kassierten in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer. «Da haben wir uns alle gefreut», sagte Klauß mit Blick auf den Kampf um die Aufstiegsplätze. «Natürlich guckt man jetzt schon genauer hin, wie die anderen spielen». In den letzten vier Spielen der Saison ist für den «Club», der vor der Partie am Sonntag 50 Punkte hat, noch alles möglich.

Klauß kann gegen Sandhausen auf einen breiten Kader zurückgreifen. «Am Anfang der Woche haben wir ein paar Spieler dosiert in der Belastung, aber die sind alle wieder zurückgekehrt ins Training.» Unterstützung erhoffen sich die Nürnberger von den Rängen. Der «Club» rechnet mit mehr als 40 000 Zuschauern im Nürnberger Max-Morlock-Stadion.