© Friso Gentsch

Regionalkonferenz zum Synodalen Weg

München (dpa/lby) – Der Reformprozess der Katholischen Kirche in Deutschland soll auch in Zeiten von Corona weitergehen. Aufgrund der Pandemie finden jedoch statt einer großen Synodalkonferenz in Frankfurt fünf kleinere Regionalkonferenzen statt. Unter anderem tagen die Mitglieder heute in München. Hierzu sind Teilnehmer aus den Bistümern Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Passau, Regensburg sowie München und Freising eingeladen.

Der Synodale Weg umfasst vier Themenkomplexe: den Umgang der Kirche mit Macht, kirchliche Sexualmoral, Ehelosigkeit von Priestern – Zölibat genannt – und die Position der Frauen in der Kirche.

Letztere sorgte im Vorfeld bereits für Kontroversen. So kritisierte Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer das für die Konferenz erstellte Arbeitspapier. An dem Text seien Änderungen vorgenommen worden, ohne, dass er als Mitglied der Gruppe die Möglichkeit gehabt habe, dazu Stellung zu nehmen. In einer Mitteilung protestierte der Bischof gegen die Änderung und attestierte einen «Argumentationsstil, der jedes theologische Niveau vermissen lässt». Die Initiative «Wir sind Kirche», die den Reformprozess begrüßt, bezeichnete die Kritik Voderholzers als nicht gerechtfertigt.

Der 2019 beschlossene und auf zwei Jahre angelegte Synodale Weg wird von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragen. Die Synodalversammlung besteht aus Klerikern und Nicht-Klerikern. Am Ende des Prozesses sollen konkrete Reformen stehen. Allerdings hat der Vatikan betont, dass die Deutschen nicht das Recht hätten, fundamentale Prinzipien wie die Beschränkung des Priesteramts auf Männer im Alleingang zu ändern.