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Razzia gegen Schleuserbande: Verdächtiger festgenommen

München (dpa/lby) – Bei einer Razzia gegen eine internationale Schleuserorganisation ist am Dienstag ein Mann in Rumänien festgenommen worden. Nach weiteren Verdächtigen mit Wohnsitz in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werde mit europäischen Haftbefehl gefahndet, teilte die Bundespolizei in München mit. Die Staatsanwaltschaft in Weiden in der Oberpfalz leitet die Ermittlungen. Ein Teil der Straftaten wurde im dortigen Grenzgebiet begangen.

Die Durchsuchungen fanden zeitgleich in Deutschland, Rumänien und Serbien statt. Dabei trafen die Beamten drei geschleuste Personen an, die keine Aufenthaltspapiere besaßen. Sie wurden festgenommen. Zudem stellten die Ermittler unter anderem Handys sicher.

Die Tatverdächtigen sollen banden- und gewerbsmäßig Menschen aus der Türkei über Rumänien und Bulgarien ins deutsch-österreichische und deutsch-tschechische Grenzgebiet gebracht haben – unter teilweise lebensgefährlichen Bedingungen für die Geschleusten. Für die Fahrten auf Lastwagen sollen die Migranten bis zu 10 000 Euro pro Person bezahlt haben.