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Ramsauer: Söders Zugriff auf CSU-Vorsitz «ein Muss»

Berlin (dpa) – Der frühere CSU-Landesgruppenchef und Verkehrsminister Peter Ramsauer hat sich für Markus Söder als nächsten CSU-Vorsitzenden ausgesprochen. «Wenn der Parteivorsitz – wann auch immer – frei wird, ist Söders Zugriff ein Muss», sagte der Bundestagsabgeordnete den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Ministerpräsident und Parteivorsitz muss dann wieder in eine Hand.»

Der geplante Verzicht von Kanzlerin Angela Merkel auf den CDU-Vorsitz hat auch die Debatte über die Zukunft von CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer weiter angeheizt. In der CSU wird eine Entscheidung rasch nach der Regierungsbildung in Bayern erwartet. Möglicher Termin ist ein Treffen Seehofers mit den CSU-Bezirksvorsitzenden, das am nächsten Wochenende stattfinden könnte.

Laut «Süddeutscher Zeitung» (Samstag) hat Söder nach langem Zögern inzwischen zu erkennen gegeben, dass er bereit wäre, den Parteivorsitz zu übernehmen. Am Montag soll in Bayern der Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern unterzeichnet werden, am Dienstag will sich Söder im Landtag wieder zum Regierungschef wählen lassen.