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Premiere auf Schalke: Schubert fordert Hingabe

Ingolstadt (dpa/lby) – Trainer André Schubert hat für sein Debüt mit dem abgeschlagenen FC Ingolstadt in der 2. Fußball-Bundesliga einen Einsatz von Kapitän Stefan Kutschke noch nicht ganz ausgeschlossen. Es gebe da «noch Hoffnung», meinte der Nachfolger von Roberto Pätzold vor seiner Premiere mit den Schanzern am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) bei Absteiger Schalke 04. Kutschke war wegen einer Kapselverletzung im Knie wochenlang ausgefallen, am Donnerstag nahm der Stürmer erstmals wieder am Mannschaftstraining teil.

Schubert will von seiner neuen Mannschaft Hingabe sehen. Die Spieler müssten bereit sein, «auf dem Platz ihr Leben zu lassen, um es dramatisch auszudrücken», sagte der frühere Coach von Borussia Mönchengladbach.

Der Aufsteiger aus Ingolstadt hat aus acht Partien nur vier Punkte geholt und stellt mit 20 Gegentoren die schwächste Defensive der Liga. «Das ist nicht einfach aus den Kleidern zu schütteln», befand Schubert, der am Montag sein erstes Training geleitet hatte. «Wenn ich von außen komme, sehe ich Chancen und Möglichkeiten.» Sein Team müsse künftig «deutlich besser verteidigen». Nachholbedarf sieht er in «allen Bereichen, das ist im Fußball aber immer so.»

Schubert selbst verspürt nach seinem Aus bei Holstein Kiel große Freude über seinen neuen Job. «Ich bin gut drauf und guter Hoffnung», sagte der 50-Jährige über seine schwere Aufgabe. Gegen Schalke um Torjäger Simon Terodde solle seine Mannschaft «nicht in Ehrfurcht erstarren», sondern «mutig auftreten». Terodde könnte am Sonntag mit zwei Treffern neuer Rekordschütze der 2. Bundesliga vor Dieter Schatzschneider (153 Tore) werden.

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