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Polizeigewerkschaft zu Drogen-Skandal: «Das tut uns weh»

München (dpa/lby) – Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft in Bayern, Jürgen Köhnlein, fürchtet wegen des immer größer werdenden Drogen-Skandals in München um den Ruf der Polizei. «Das tut uns weh. Leider vergeht keine Woche ohne Negativ-Schlagzeilen», sagte der Vorsitzende des Landesverbandes am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. «Das wirft ein ganz schlechtes Licht auf die Polizeiarbeit.» Zwar gebe es immer wieder mal Drogen-Ermittlungen – auch gegen Polizisten. «Aber was richtig wehtut, ist der Verwahrungsbruch. Das, was sichergestellt ist, muss auch ins Gericht kommen. Das ist unmöglich und für einen Polizisten ein Unding, sichergestellte Drogen abzuzweigen.»

Zuvor hatten rund 170 Ermittler eine großangelegte Drogen-Razzia in Dienststellen und Privatwohnungen von Polizisten durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen 21 Polizeibeamte. Einem wird vorgeworfen, beschlagnahmtes Kokain mitgenommen zu haben.