Polizeibericht 31.12.

 

Bamberg Land:

 

SCHLÜSSELFELD, OT Thüngfeld. In der Nacht von Sonntag auf Silvester, kurz nach Mitternacht, versuchte ein unbekannter Täter in den Verkaufsraum einer Herstellerfirma für Pyrotechnik in der Straße Am Roßberg einzubrechen. Zuvor wurde die Umzäunung des Firmengeländes beschädigt um auf das Firmengelände zu gelangen. Nach dem Einschlagen einer Fensterscheibe löste die Alarmanlage aus und trieb den oder die Täter ohne Beute in die Flucht. Ein Sachschaden von rund 2000- Euro wurde hinterlassen. Die Polizei bitte um Täterhinweise aus der Bevölkerung. Wer hat in dem Bereich verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen? Hinweise bitte an die Polizei unter der Ruf.-Nr. 0951/91 29 – 310.

 

STRULLENDORF, OT Amlingstadt. Am Sonntagabend wurde die Polizei zu einem handfesten Familienstreit in die Straße Am Sonnenhang gerufen. Wie sich herausstellte, hatten zwei dort wohnhafte Brüder einen Streit, der darin gipfelte, dass ein 62-Jähriger an seinen 53-jährigen Bruder mehrere Schläge ins Gesicht und auf einen Arm verteilte und ihn dabei leicht verletzte. Beide waren deutlich alkoholisiert.

Gleichzeitig entging den Polizeibeamten nicht, dass auf dem Wohnzimmertisch in einer Glasdose eine geringe Menge von Marihuana herumstand. Das Rauschgift wurde sichergestellt. Ein Ermittlungsverfahren in zweifacher Hinsicht wurde eingeleitet.

 

SCHLÜSSELFELD. Auf der Fahrt von Schlüsselfeld in Richtung Thüngbach kam am Sonntagnachmittag ein 18-jähriger Fahranfänger mit seinem Pkw aus Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn ab und rammte einen Telefonmasten. Dieser knickte um und fiel auf den Pkw. Zwar blieben die Telefonkabel unbeschädigt, dennoch musste die örtliche Feuerwehr ausrücken um den Masten abzusichern. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wurde auf rund 5000.- Euro beziffert.

 

 

 

Forchheim Stadt + Land:

 

Forchheim. Unbekannte Täter traten am Samstag, zwischen 20.00 Uhr und 21.00 Uhr, die Eingangstür eines Einfamilienhauses am Weingartsteig ein und entwendeten im Inneren einen kleineren Geldbetrag. Weiterhin entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 200 Euro.

 

Forchheim. Am Sonntagmorgen konnten bei einem 15jährigen Forchheimer, welcher im Stadtgebiet einer Kontrolle unterzogen wurde, zwei Schachteln Zigaretten sowie geringfügig Marihuana aufgefunden werden. Die Rauschmittel wurden vernichtet und der Jugendliche den Erziehungsberechtigten zugeführt. Ebenso den Eltern zugeführt, wurde ein 17jähriger Erlangener, der am Sonntag gegen 18.30 Uhr in der Kraftwerkstraße kontrolliert wurde. Hierbei wurden bei ihm und im mitgeführten Rucksack mehrere Rauschmittel, unterschiedlicher Konsistenz, aufgefunden. Auch diese verbotenen Substanzen wurden zunächst sichergestellt. Beide erwarten nun Anzeigen nach dem Betäubungsmittelgesetz.

 

Eggolsheim. Im Laufe des Dezembers wurde beim Kauernhofener Wasserbehälter eine Glasscheibe eingeschlagen. Zudem wurde der umlaufende Maschendrahtzaun durchgezwickt. Der Schaden wird mit ca. 500 Euro beziffert. Wer kann sachdienliche Hinweise geben?

 

Neunkirchen am Brand. Mittels einer Stahlkugel, wurde Samstagsabend gegen 18.15 Uhr, am Gabelmühlweg, eine doppelverglaste Fensterscheibe eines Einfamilienhauses durchschossen. Tatwaffe dürfte vermutlich eine Softairpistole gewesen sein. Der Schütze richtete einen Sachschaden in Höhe von 400 Euro an. Hinweise an die Polizeiinspektion Forchheim sind erbeten.

 

 

Erlangen:

 

Einen, auch für erfahrene Polizisten, erinnerungswürdigen Fall erlebten die Beamten der

Autobahnpolizei Erlangen am vergangenen Sonntagnachmittag. Die beiden Insassen eines

beschädigten Audi A4 erregten das Interesse einer Streifenbesatzung auf der A3, in Höhe der Rastanlage Aurach-Süd. Die Anhaltung, des an der Anschlussstelle Frauenaurach abgefahrenen Fahrzeugs und der sich dabei im Anschluss ergebenden Sachbearbeitung, ließ die involvierten Beamten nur noch ungläubig staunen. Der Reihe nach ergaben sich immer weitere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Mit dem Fahrer des Audi angefangen. Der 27jährige, gebürtige Erlanger, fuhr seinen Pkw ohne die erforderliche Fahrerlaubnis. Aufgrund eines vorangegangenen Verkehrsverstoßes hatte er eine noch laufende Fahrerlaubnissperre. Dazu stellten die Beamten drogentypische Auffälligkeiten in seinem Verhalten fest. Den Drogenkonsum gab er zu und eine Ärztin führte die obligatorische Blutentnahme dazu durch. Bei der routinemäßigen Überprüfung des Fahrzeugs fanden

die Beamten eine Schreckschusswaffe, samt zugehöriger Munition. Für diese Waffe besitzt der Mann keinen sogenannten kleinen Waffenschein. Diesen müsste er eigentlich besitzen, wenn er die Waffe außerhalb seiner Behausung mit sich führt. Die Tasche voller pyrotechnischer Munition, die mit dieser Waffe abgeschossen werden kann, wurde ihm, so wie die täuschend echt ausschauende Waffe, abgenommen. Des Weiteren fanden die Beamten im Kofferraum eine Einkaufstüte voller benutzter Spraydosen. Solche, wie sie Graffitisprayer benutzen. Eine genaue Örtlichkeit, an der er diese Farbe benutzte, konnte noch nicht ermittelt werden. Die Dosen wurden sichergestellt. Weiter wurden in seinem

Fahrzeug Betäubungsmittel gefunden. Diese und dazugehörige Utensilien, in nicht unerheblicher Menge, wurden ebenfalls sichergestellt. Zum Schluss wurde bei der Durchsuchung seiner Person noch ein verbotenes Einhandmesser aufgefunden. Diese, nach dem Waffengesetz verbotenen Messer, lassen sich mit einer Hand, auch verdeckt, öffnen und stellen somit eine erhebliche Gefahr für die Beamten dar. Das Messer wurde auch sichergestellt. Soweit zum Fahrer. Sein 28jähriger Beifahrer, ein gebürtiger

Sachse, hatte ebenso einiges auf seinem Kerbholz. Auch bei ihm wurden illegale Drogen gefunden und sichergestellt. Außerdem suchten zwei Staatsanwaltschaften aus Baden-Württemberg nach ihm. Dort war er mehrfach wegen Schwarzfahrens mit der Deutschen Bahn aufgefallen. Warum und wo der benutzte Audi beschädigt wurde, konnte oder wollte der Fahrer den Beamten nicht sagen. Beide Personen, Fahrer und Beifahrer des Audi, erwartet jetzt ein größeres Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren. Da der Beifahrer zudem ohne einen festen Wohnsitz ist, musste er auf MFR 027 (2008-02-11)

Anordnung einer Staatsanwältin die zu erwartende Strafe sofort bezahlen. Er hatte jedoch nicht die geforderten Euro im vierstelligen Bereich bei sich, so dass er Hilfe in Form eines Bekannten organisieren musste. Als dieser Bekannte mit dem Geld, und seinem Pkw, vor der Dienststelle in Erlangen auftauchte, stellten die Beamten auch bei ihm drogentypische Auffälligkeiten fest. Die Ärztin wurde ein zweites Mal angefordert und führte auch bei ihm die darauf folgende Blutentnahme durch. Er musste dann nicht nur die Strafe für seinen Kumpel zahlen sondern auch die 750 Euro für seine Fahrt unter Drogeneinfluss. Außerdem musste er seine Fahrzeugschlüssel abgeben und durfte seine Fahrt bis zum Abbau der Betäubungsmittel in seinem Körper, nicht fortsetzen. Das einmonatige Fahrverbot bekommt

er noch schriftlich von der zuständigen Bußgeldstelle. Das Gleiche gilt auch für den Fahrer des Audi. Am Nachmittag begonnen fand das Drama in mehreren Akten schließlich gegen Mitternacht sein Ende. Die drei Personen wurden auf freien Fuß gesetzt und die Beamten der Nachmittagschicht durften auch endlich in den verdienten Feierabend.

 

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