Ein Betreuer geht in einem Pflegeheim mit einer Bewohnerin über den Flur., © Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Pflegeheime im Blick der Immobilieninvestoren

Angesichts der alternden Bevölkerung werden Pflegeheime für Immobilieninvestoren attraktiver. In einer Umfrage unter knapp 500 Vertretern der Immobilienbranche sagten über zwei Drittel (69 Prozent), dass Bauten für die Pflege an Bedeutung gewinnen würden. An zweiter Stelle folgten Wohnungen, an dritter Stelle Immobilien für die Gesundheitsbranche. Befragt wurden im Juli 493 Fachleute vom Marktforschungsinstitut IfaD im Auftrag der Münchner Messegesellschaft. Am 4. Oktober beginnt in München die Immobilienmesse Expo Real, ein europaweit bedeutendes Treffen der Branche mit rund 1900 Ausstellern.

Obwohl die Daten nicht mehr ganz aktuell sind, zeichnet sich bereits deutlich ab, dass die Lage im Immobiliengeschäft nicht mehr so rosig ist wie in den Vorjahren. Bis zum Ende der jahrelangen Tiefzinsphase war die Branche ein Hauptziel von Investoren auf der Suche nach Renditen. Dies hat sich geändert: Knapp die Hälfte der befragten Fachleute sagte, dass sie mit sinkenden Immobilieninvestitionen in Deutschland rechnen. Jeweils ein gutes Viertel (26 Prozent) rechnet damit, dass auch in Zukunft zumindest ebenso viel oder sogar noch mehr Kapital in Immobilien fließt wie bisher.

Insbesondere Büros, Parkhäuser, Handelsimmobilien und Hotels sind offensichtlich nicht mehr im Trend. Bei Büros erwarteten lediglich 12 Prozent der Befragten, dass deren Bedeutung auf dem Immobilienmarkt noch zunehmen werde. Bei Hotels, Handel und Parkhäusern waren es sogar jeweils nur zwischen vier und sechs Prozent.