Österreicher Kaiser-Mühlecker erhält Bayerischen Buchpreis

Der österreichische Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker ist für seinen Roman «Wilderer» mit dem Bayerischen Buchpreis geehrt worden. Der Autor habe einen poetisch-präzisen Dorfroman über das Leben auf dem Lande und die Liebe geschrieben und ein meisterhaftes Psychogramm geschaffen, urteilte die Jury, die am Donnerstagabend live vor Publikum ihre Entscheidung getroffen hatte. In dem preisgekrönten Roman baut sich der Landwirt Jakob eine Zukunft mit der Künstlerin Katja auf, doch das Glück der beiden wird bald getrübt.

Zum besten Sachbuch des Jahres kürte die Jury «Offene Wunden Osteuropas». Franziska Davies und Katja Makhotina setzen sich darin mit deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg auseinander und reisten dazu auch in die Ukraine, nach Russland, Polen und ins Baltikum. Ihr Werk sei unbestechlich und anschaulich und leuchte die blinden Flecken der Erinnerungskultur aus, begründete die Jury.

Den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten erhielt der australische Historiker Sir Christopher Clark. Den Bayern 2-Publikumspreis bekam der Schauspieler Edgar Selge für seinen um 1960 spielenden Roman «Hast du uns endlich gefunden».

Verliehen wird der Buchpreis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Bayern mit Förderung des Freistaats Bayern. Die Gewinner der Kategorien Belletristik und Sachbuch erhalten je 10 000 Euro.