Dieter Reiter (SPD), Oberbürgermeister von München, spricht., © Matthias Balk/dpa/Archivbild

OB Reiter begrüßt Urteil zum Uhrmacherhäusl

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) begrüßt die Verurteilung des Uhrmacherhäusl-Eigentümers. «Nachdem der Eigentümer des Uhrmacherhäusls schon zum Wiederaufbau verdonnert wurde, hat das Amtsgericht München jetzt auch festgestellt, dass er sich wegen Nötigung und Sachbeschädigung strafbar gemacht hat», sagte er am Freitag in München. «Über die Höhe der Strafe kann man streiten, aber feststeht: Wer Mieter raus ekelt und denkmalgeschützte Häuser illegal abreißt kommt damit nicht durch.»

Für den illegalen Abriss des denkmalgeschützten Uhrmacherhäusls im Stadtteil Giesing war der Käufer des Hauses zuvor zu einer Geldstrafe von 132.500 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht verhängte am Freitag 250 Tagessätze zu je 530 Euro wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und Nötigung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er einen Bauunternehmer damit beauftragte, das Haus 2017 mit einem Bagger absichtlich zu zerstören, damit es danach abgerissen werden kann.

Das Uhrmacherhäusl beschäftigt Anwohner, Denkmalschützer und die Politik schon seit Jahren. Es gehört zum Ensemble Feldmüllersiedlung im Stadtteil Giesing, das zwischen 1840 und 1845 erbaut wurde, und stand unter Denkmalschutz – bis im Herbst 2017 der Bagger kam, um den es nun im Prozess ging. Im Jahr 2021 hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass der Käufer das Uhrmacherhäuschen mit seinen historischen Gebäudemaßen wieder aufbauen muss.