Niedrige Inzidenzen in Bamberg: Lockerungen in Sicht – aber nicht für die Untere Brücke

Die sinkenden Inzidenzen prägten zusammen mit den eindrücklichen Berichten von dem Geschehen auf der Unteren Brücke am Pfingstwochenende die Diskussion im aktuellen Corona-Krisenstab. Oberbürgermeister Andreas Starke zu den Ergebnissen der Sitzung im Radio Bamberg Interview:

Das Gesundheitsamt berichtete in der heutigen Sitzung des Corona-Krisenstabs von einem Abwärtstrend der Inzidenzen in der fünften Woche in Folge. Die Stadt Bamberg verzeichnete dabei den fünften Tag nacheinander eine 7-Tage-Inzidenz unter 50. Der Landkreis liegt heute bei 55,7. Die Erleichterungen bei einer andauernden Inzidenz unter 50 werden für die Stadt Bamberg gesondert verkündet. Zudem soll die Maskenpflicht in der Innenstadt ab Freitag entfallen mit Ausnahme der Unteren Brücke und Teilen der Oberen Brücke.

„Wir haben hier leider eine besondere Situation“, sagte Oberbürgermeister Starke bezogen auf die Ereignisse auf der Unteren Brücke am Pfingstwochenende. Erneut wurde dieser Bereich durch zahlreiche Verstöße zum Brennpunkt. In der Nacht von Sonntag auf Montag habe man die Untere Brücke sogar räumen müssen, berichtete Thomas Schreiber von der Polizeiinspektion Bamberg Stadt im Krisenstab.

An fast allen Orten der Stadt kann der Mindestabstand im Außenbereich konsequent eingehalten werden. Auf der Unteren und teilweise auch Oberen Brücke liegen vor allem in den Abendstunden erhebliche Verstöße vor. Aus diesem Grund haben sich Oberbürgermeister Starke und Bürgermeister Glüsenkamp der Empfehlung des Gesundheitsamts, der medizinischen Vertreter, der Polizei und Vertretern der Ordnungsbehörden angeschlossen: Auf der Unteren Brücke und Teilen der Oberen Brücke muss die Maskenpflicht und damit auch das Alkoholkonsumverbot weiterhin gelten. Die Umsetzung der Entscheidung ist für Freitag dieser Woche (28.05.2021) geplant.

Alle Verantwortlichen im Krisenstab appellierten an die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Bamberg, dass Abstandhalten und das freiwillige Tragen der Maske im Innenstadtbereich – auch wenn die Pflicht dazu jetzt entfällt – weiterhin wirksame Mittel seien, um sich selbst und andere vor Ansteckungen zu schützen. Sie betonten: Wo die Maskenpflicht von Gesetzes wegen oder in Hygienekonzepten festgelegt ist, gilt sie weiter, so z. B. in Ladengeschäften, Arztpraxen, bei Frisören und Dienstleistern, in öffentlichen Verkehrsmitteln, der Gastronomie und in Beherbergungsbetrieben.