Niederlage im Basketball-Klassiker

In einer sehr engen und nervenaufreibenden Partie verliert Brose Bamberg nur knapp mit 66:69 gegen die Albatrosse aus Berlin. Bester Werfer der Bamberger war Cliff Alexander mit 15 Punkten.

 

 

Hier der Bericht von Brose Bamberg:

Brose Bamberg unterliegt Berlin

Brose Bamberg musste am 26. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga nach zuvor zwölf Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen. Gegen ALBA BERLIN verlor Brose in der Wiederauflage des Pokalfinals mit 66:69. Nach einem starken ersten Bamberger Viertel (22:9) kamen die Gäste immer besser ins Laufen und es entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem die Berliner am Ende mehr Energie und zudem die eine oder andere Schiedsrichterentscheidung auf ihrer Seite hatten. Bester Brose-Werfer war Cliff Alexander mit 15 Punkten. Seine zehn Rebounds bedeuteten ein weiteres Double-Double für den Bamberger Center.

 

Federico Perego: „Glückwunsch an Coach Aito und Berlin zum heutigen Sieg und zur Finalteilnahme im EuroCup. Wir sind gut in die Partie gestartet. Im Laufe des Spiels hat Berlin einen immer besseren Rhythmus gefunden und uns Probleme im Angriff und der Verteidigung bereitet. Mit nur 66 erzielten Punkten ist es schwierig ein Spiel zu gewinnen. Am Ende hat uns die Kraft gefehlt, um die Niederlage abzuwenden. Der Fokus liegt nun auf dem Spiel am Mittwoch in Athen.“

 

Brose Bamberg erwischte einen starken Beginn. Rubit, sechs Punkte von Alexander, dazu Zisis sorgten für eine schnelle Acht-Zähler-Führung (10:2, 4.). Berlin tat sich schwer gegen die eng stehende Bamberger Verteidigung. Auf der anderen Seite aber fiel beim amtierenden Pokalsieger, wie schon teilweise gegen Athen, nur wenig von außen, so dass der Vorsprung zwar anwuchs, aber durchaus höher hätte ausfallen können (17:8, 8.). Bryce Taylor per Dreier schraubte die Führung kurz vor Viertelende erstmals in den zweistelligen Bereich (20:8, 9.). Saibou traf einen Freiwurf zum 20:9 nach zehn Minuten.

 

So gut Brose im ersten Abschnitt war, so gut fand Berlin in den zweiten. Zwar traf Harris für Bamberg den Dreier zum zwischenzeitlichen 25:15 nach 13 Minuten, danach aber gelang den Hausherren vor 6.001 Zuschauern vorne nichts mehr und hinten hatten sie allerhand Probleme mit den nun in Rhythmus kommenden Gästen. Die Folge war ein 14:0-Lauf für Berlin, die dadurch nicht nur ausgleichen, sondern erstmals in der Partie überhaupt in Führung gehen konnten (25:29, 16.). Erst allmählich fand sich Brose wieder besser zurecht. Ein Rice-Dreier brachte die Hausherren wieder auf einen Punkt ran, Freiwürfe von Rubit und Olinde holten den Vorsprung wieder auf Gastgeberseite (33:31, 19.). Siva traf ebenfalls von der Linie zum 33:33-Halbzeitstand.

 

Im dritten Viertel blieb es eine ausgeglichene Partie, die nicht hochklassig, dafür aber enorm spannend war. Auf beiden Seiten wurde viele Bälle verworfen, auch geschuldet der meist guten Verteidigungsreihen. Ricky Hickman traf Mitte des Abschnitts für Brose den Dreier, im Gegenzug netzte Siva für Berlin ebenfalls von jenseits der 6,75m-Linie ein: 43:45. Die Distanzwürfe waren aber für beide Teams an diesem Abend ein Hindernis. Nach 30 Minuten hatte Brose 5/16 getroffen, Berlin gar nur 5/25. Daher war das Ergebnis von 50:50 folgerichtig.

 

Im Schlussabschnitt verließen Brose Bamberg dann zusehends die Kräfte. Für den Hinterkopf: Bamberg musste letzten Mittwoch noch in der BCL ran, Berlin hatte neun Tage Pause. Zudem musste Zisis auf Heimseite im letzten Viertel passen, da er die Auswirkungen einer leichten fiebrigen Erkältung spürte. Und dennoch blieb Brose Bamberg dran. Immer wieder war es Cliff Alexander, der sich in Szene setzen konnte. So auch gut zwei Minuten vor Schluss, als er zum 64:66 traf. Am Ende aber sollte es nicht reichen, da der letzte Wurf von Rice sein Ziel verfehlte. So musste sich Brose erstmals seit dem 30. Januar wieder geschlagen geben und unterlag ALBA BERLIN mit 66:69.

 

 

 

Brose Bamberg:

Hickman 12, Rice 5, Zisis 2, Stuckey 3, Schmidt, Olinde 3, Harris 7, Rubit 6, Alexander 15, Heckmann 5, Taylor 8, Kulboka