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Niederlage für Brose Bamberg am Abend in der Basketball Champions League.

ERA Nymburg: 91- Brose Bamberg: 80 hieß am Ende einer Partie, die coronabedingt nach Bosnien-Herzegowina verlegt worden war. Jetzt heißt es Kraft tanken mit Blick auf das nächste Spiel morgen: das ist die Heimpartie der Champions League in der Brose Arena gegen Dinamo Sassari. Los geht´s dann um 20 Uhr.

 

Hier die Info von Brose Bamberg:

Brose Bamberg unterliegt Nymburk

Brose Bamberg verliert am 4. Playoffspieltag der Basketball Champions League mit 80:91 gegen ERA Nymburk. Beim „Heimspiel in Bosnien“ lag Brose zwei Mal in der Partie mit 18 Punkten vorne, konnte den Vorsprung aber nicht über die Zeit bringen. Ein verlorenes Reboundduell (32/41), 18 Ballverluste und ein im letzten Viertel mit 19 Punkten heißgelaufener Lukas Palyza waren mit ausschlaggebende Gründe für die Niederlage. Bester Bamberger Werfer war Chase Fieler mit 19 Punkten. Mit einem Sieg und drei Niederlagen hat Brose damit den Einzug ins Final8 nicht mehr in der eigenen Hand, sondern ist – zwei eigene Siege gegen Sassari vorausgesetzt – auf zwei Siege von Nymburk gegen Saragossa angewiesen.

Johan Roijakkers: „Glückwunsch an Nymburk zum Sieg und Dank an Igokea für die freundliche Beherbergung. Nymburk spielte physischer als wir, das konnten wir nicht matchen, vor allem nicht beim Rebound. Sie haben verdient gewonnen.“

Brose Bamberg war von Beginn an hellwach, stand vor allem – wie schon in den letzten Partien – gut in der Defensive. Offensiv hatten sie in den Anfangsminuten Christian Sengfelder, der die ersten sechs Bamberger Punkte erzielte (6:2, 3.). Ein Vier-Punkte-Spiel von Harding glich das Spiel nach vier Minuten aber zum 6:6 aus. Doch Brose blieb konzentriert, spielte vorne seine Systeme durch, fand immer wieder den freien Mann – egal ob an der Dreierlinie Sengfelder und Fieler oder unter dem Korb David Kravish. Die letzten Zähler des ersten Viertels erzielte jedoch Michele Vitali zum 20:14.

Im zweiten Abschnitt blieb es zunächst dabei: Brose war vorne und hinten dominant. Bis Minute 14 gelang den Gastgebern ein 16:4-Lauf und damit eine 18-Punkte-Führung: 36:18. Die allerdings konnte Bamberg bis zur Pause nicht ganz halten, da sich vor allem gegen Ende des Viertels ein paar Ballverluste und leichte Abwehrfehler ins Spiel einschlichen. Nymburk wusste diese, zumindest teilweise, auszunutzen und konnte Broses Vorsprung wieder etwas verkürzen. Nach einem Palyza-Dreier stand es eine Minute vor der Halbzeit 42:30. Diese Zwölf-Zähler-Führung hatte auch zur Pause noch Bestand. Mit 44:32 ging es in die Kabinen.

Der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte Brose Bamberg, insbesondere Devon Hall, der sechs Punkte in Folge erzielte. Nachdem dann auch noch Tyler Larson den Korbleger erfolgreich versenkte, betrug die Führung wieder 18 Zähler (52:34, 23.). Doch dann kam plötzlich der Bruch ins Bamberger Spiel. Vorne wollte nun nichts mehr fallen – bis Viertelende lediglich noch vier Pünktchen. Dafür trumpfte Nymburk nun urplötzlich auf, verkürzte den eigenen Rückstand sukzessive Punkt um Punkt. Mit einem 8:0-Lauf beendeten die Gäste das dritte Viertel und hatten die Führung Broses auf zwei Zähler schmelzen lassen: 58:56.

Auch im Schlussabschnitt nun das Bild der letzten sieben Minuten aus Viertel drei. Brose fand keine Lösungen mehr gegen nun wie entfesselt aufspielende Nymburker. Allen voran Lukas Palyza lief bei den Gästen heiß. Der hatte bis dato sieben Punkte erzielt, darunter ein Dreier. Im letzten Viertel ließ er fünf weitere Distanzwürfe und insgesamt 19 Zähler folgen. Zu viel für Brose Bamberg, die nach gut 35 Minuten erstmals zweistellig zurücklagen (65:76) und sich davon nicht mehr erholen konnten. Zwar konnten die Gastgeber drei Minuten vor dem Ende nochmals auf vier Punkte verkürzen, spätestens aber, nachdem Palyza 90 Sekunden später den erneuten Dreier zum 80:88 versenkte, war die Partie entschieden. Am Ende musste sich Brose mit 80:91 geschlagen geben und hat nun das Erreichen des Final8 nicht mehr in der eigenen Hand.

Brose Bamberg:

Lockhart 6, Ruoff, Fieler 19, Hall 17, Ogbe 2, Thompson, Vitali 9, Hundt 2, Sengfelder 13, Kravish 10, Grüttner dnp, Larson 2