Eine Lehrerin schreibt in einer Schule an die Tafel., © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Nicht genug Lehrkräfte für den Schulstart – Bayerischer Lehrerverband warnt

„Wir müssen endlich nachdenken, um unser krankes System zu ändern“ – diese harten Worte findet der Vorsitzende des Bayerischen Lehrerverbandes, Henrik Schödel, für den vorherrschenden Lehrermangel in den Schulen. Laut einer Statistik des Verbands Bildung und Erziehung sollen bis 2035 mindestens 158.000 Lehrer in ganz Deutschland fehlen. Schon jetzt gibt es bei der Betreuung von Klassen Schwierigkeiten. Zu Beginn des neuen Schuljahres am kommenden Dienstag (13.9.) soll zwar vor jeder Klasse eine Person stehen – das müsse aber nicht zwingend eine Lehrkraft sein – auch Erzieher oder Studenten wären denkbar.

Das bedeutet, dass keine Lehrer mehr zur Verfügung stehen, die für andere im Krankheitsfall einspringen könnten. Im Notfall müsse eine Lehrkraft mehrere Klassen gleichzeitig betreuen, so Schödel weiter.