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Neue Übersicht zu Amphibien und Reptilien in Bayern

Augsburg (dpa/lby) – 12 der 20 in Bayern heimischen Amphibienarten und 9 von 10 heimischen Reptilienarten stehen aktuell auf der Roten Liste gefährdeter Tiere. Drei Amphibien- und zwei Reptilienarten gelten gar als vom Aussterben bedroht. «Wir müssen den Artenschwund aufhalten», appellierte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) daher anlässlich der Vorstellung des neuen Atlas «Amphibien und Reptilien in Bayern» am Donnerstag in Augsburg.

Rund 4000 Ehrenamtliche haben demnach in zehnjähriger Arbeit Daten und Beobachtungen zum Bestand und zur Entwicklung der in Bayern lebenden Arten für das gut 800 Seiten starke Werk zusammengetragen, das für rund 50 Euro im Buchhandel und knapp 30 Euro als E-Book erhältlich ist. 200 000 Nachweise zu mehr als 70 000 Fundorten von Amphibien und Reptilien seien zusammengekommen. Der Bayerische Naturschutzfonds fördere das Projekt mit mehr als 160 000 Euro.

«Wir wollen den Reichtum der bayerischen Flora und Fauna nicht nur bewahren, sondern fördern», sagte Glauber weiter. Anfang kommenden Jahres soll ein neues Artenschutzzentrum in Augsburg starten, das Wissenschaft und Praxis verzahnt. Aktuell laufen Artenhilfsprogramme für fünf Amphibienarten – darunter die Geburtshelferkröte, die Wechselkröte und der Moorfrosch – sowie für die Kreuzotter.