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Nest an der Hausfassade: Feuerwehr rettet Eichhörnchen

München (dpa/lby) – Fünf junge Eichhörnchen sind während des Sturmtiefs «Eberhard» von der Feuerwehr vor einem Sturz aus zwölf Metern Höhe gerettet worden. Die Tierbabys hätten in einem Nest gelegen, das die Mutter an der Fassade hinter einer Reklametafel gebaut hatte, teilte die Feuerwehr am Montag in München mit. Der Sturm riss diese Tafel ab und der sogenannte Kobel drohte, samt den Eichhörnchen in die Tiefe zu fallen. Das hätten die Tiere vermutlich nicht überlebt, teilte die Feuerwehr mit. Mit einer Drehleiter konnten die Retter am Sonntagnachmittag das Nest erreichen und die Jungtiere in Sicherheit bringen. Sie wurden in eine Auffangstation für Eichhörnchen gebracht und sind wohlauf.

Dass die Nager ihre Kobel an so ungewöhnlichen Orten bauen, ist nach Auskunft des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin nicht ungewöhnlich. Vor allem in den Städten gibt es nicht mehr so viele große, alte Bäume, wie früher. Die Eichhörnchen suchen sich deshalb Ersatz und nisten etwa in großen Blumentöpfen, Vogelkästen, Hausfassaden oder sogar liegengelassenen Handtüchern.