Nach einer schwachen ersten Hälfte hat sich Brose Bamberg am Ende den nächsten Sieg in der Basketball Bundesliga geholt.

Die Mannschaft von Trainer Federico Perego hat sich bei Science City Jena mit 90 zu 85 durchgesetzt. Bester Werfer der Partie war Bambergs Tyrese Rice mit 26 Punkten.

 

 

Hier der Bericht von Brose Bamberg:

 

Brose Bamberg mit abermaligem Comeback und Sieg in Jena

Brose Bamberg gewann am 18. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei Science City Jena mit 90:85. Zur Pause glaubten dabei wohl nur die Wenigsten an einen Bamberger Erfolg, denn die Gäste lagen mit 40:57 zurück. Doch wie schon im Pokal gegen Bonn und am vergangenen Mittwoch gegen Antwerpen, als beide Male ein 14-Punkte-Rückstand in einen Sieg gewandelt werden konnte, kämpften sich die Mannen von Federico Perego auch in Jena zurück. Vier Bamberger punkteten zweistellig: Rice (26), Heckmann (13), Rubit (12), Alexander (12). Letzterer holte zudem zehn Rebounds und feierte sein zweites Double-Double in Folge. Daran schrammte Tyrese Rice mit neun Assists (darin enthalten der 500. seiner BBL-Karriere) knapp vorbei.

Federico Perego: „Es war unser drittes Comeback in Folge. In der ersten Halbzeit waren wir mental vollkommen leer. Was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist, hat weniger mit Basketball zu tun, als vielmehr mit der Persönlichkeit eines jeden einzelnen Spielers. Wir haben Charakter gezeigt. In Jena ist es immer schwer zu spielen, daher gebührt meinen Spielern eine umso größere Gratulation, dass sie hier zurückgekommen sind und in den zweiten 20 Minuten eine so große Leistung abrufen konnten.“

Im dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen blieb diesmal Ricky Hickman als 7. Ausländer in Bamberg. Die anderen zwölf Brose-Spieler begannen solide, allen voran Tyrese Rice, der für die ersten fünf Bamberger Punkte zuständig war (5:3, 2.). Diesen knappen Vorsprung hielten die Gäste, angefeuert von rund 30 Fans aus der Domstadt, auch bis Minute sieben: 11:14. Dann allerdings kamen die Jenaer offensiv besser ins Spiel, brachten Brose durch einen 7:0-Lauf in Rückstand (14:18, 9.). Zwar konnten Rice und Olinde durch zwei Dreier zwischenzeitlich wieder ausgleichen, Freiwürfe von Wolf und Williams sorgten jedoch für den Drei-Zähler-Rückstand nach zehn Minuten: 20:23.

Bis Minute 13 war im dritten Viertel alles im grünen Bereich, lag Brose nach einem getroffenen Heckmann-Dreier zwei Punkte zurück: 25:27. Anschließend allerdings verloren die Gäste vollkommen den Faden. Auf der anderen Seite traf Jena nun gefühlt jeden einzelnen Wurf. Die Folge: Bambergs Rückstand wuchs und wuchs. Nach einem Joyce-Dreier lag Brose erstmals zweistellig zurück (27:39, 15.). Die Gäste versuchten alles, nichts gelang. Ganz anders die Hausherren. Bis zur Pause trafen sie insgesamt 70 Prozent ihrer Würfe, 71 davon aus dem Zweier- (15/21), 67 aus dem Dreier-Bereich (6/9). Zur Pause betrug der Bamberger Rückstand 17 Zähler: 40:57.

Die Halbzeitansprache war kurz und prägnant, denn bereits vier Minuten nach der Pausensirene waren die Gäste wieder auf dem Feld. Und wie schon in den letzten beiden Partien, so schien Perego auch diesmal die richtigen Worte gefunden zu haben. Binnen zwei Minuten sorgten nämlich Tyrese Rice (5) und Cliff Alexander (6) für einen 11:0-Lauf der Bamberger, die dadurch wieder auf sechs Zähler rankamen: 51:57. Vor allem defensiv standen die Gäste nun sicher. Ganze vier Minuten dauerte es, ehe Jena zum ersten Feldkorberfolg kam. Aber weiter Brose Bamberg. Jeder Spieler brachte sich nun ein, vorne wie hinten. Als Patrick Heckmann mit der Viertelsirene den Dreier versenkte war Bamberg wieder vollkommen drin im Spiel, stand es 66:67. Dabei ging der dritte Abschnitt mit 26:10 an die Oberfranken.

Nikos Zisis war es gleich zu Beginn des Schlussviertels mit zwei erfolgreichen Freiwürfen vorbehalten, Brose erstmals seit dem ersten Viertel und nach einem zwischenzeitlichen 17-Punkte-Rückstand wieder in Führung zu bringen (68:67, 31.). Spätestens jetzt war es eine spannende Partie, in der die entscheidende Frage war: hat Bamberg hintenheraus die Körner, um auch das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen komplett zu drehen? Die Antwort gab es spätestens zwei Minuten vor Schluss, als nämlich Tyrese Rice sechs Punkte in Serie erzielte und seine Mannschaft damit mit 86:80 nach vorne brachte. Am Ende gewann Brose Bamberg mit 90:85 und holte damit den wettbewerbsübergreifend dritten Sieg in Folge innerhalb einer Woche.

Brose Bamberg:
Rice 26, Zisis 5, Jelovac, Stuckey 4, Schmidt 2, Olinde 6, Harris 8, Rubit 12, Alexander 12, Heckmann 13, Taylor 2, Kulboka dnp