Nach Anschlagsdrohung gegen ICE – warum durfte ICE in den Nürnberger Hauptbahnhof einfahren?

Große Aufregung am Montagnachmittag im Nürnberger Hauptbahnhof: Ein anonymer Anrufer hatte gegen einen aus München kommenden ICE mit einem Anschlag gedroht. Doch warum durfte der Zug überhaupt in den Bahnhof fahren? Kurz vor Nürnberg hatte der Zug für rund eine viertel Stunde angehalten, dann durfte er in den Nürnberger Hauptbahnhof einfahren. In den Nürnberger Nachrichten sagte ein Sprecher der Bundespolizei: Der Einsatzleiter habe sich dafür entschieden, weil es nicht möglich war, die Passagiere auf offener Strecke aussteigen zu lassen. Dafür hätte man spezielle Stege gebraucht. Diese zu holen, sei zu zeitintensiv gewesen. Hätten die Spürhunde der Polizei im Zug dann Sprengstoff gefunden, wäre der ICE sofort auf ein Gleis außerhalb des Bahnhofs gezogen worden, so der Polizeisprecher weiter. Das war zum Glück nicht nötig, die Hunde fanden nichts Verdächtiges im Zug. Allerdings mussten die Passagiere mit anderen Zügen weiterfahren.

 

(Bild: News5/Salg)