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Morphosys-Chef über Rückzug: keine einfache Entscheidung

Planegg/München (dpa) – Morphosys-Mitbegründer Simon Moroney (59) hat sich den Entschluss über den Rückzug aus dem Biotech-Unternehmen nicht leicht gemacht. «Ich habe natürlich intensiv über die Entscheidung nachgedacht», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Spätestens im Sommer dieses Jahres hätte die Entscheidung angestanden, seinen Mitte 2020 auslaufenden Vertrag um drei Jahre zu verlängern. «Ich wäre dann am Ende meiner Amtszeit fast 65 Jahre alt gewesen.» Nun habe der Aufsichtsrat ausreichend Zeit, einen geeigneten Nachfolger zu finden, sagte Moroney. Er ist seit 1994 Vorstandsvorsitzender von Morphosys.

Vergangene Woche hatte das Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Planegg bei München mitgeteilt, Moroney werde mit Ablauf seines Vertrages am 30. Juni 2020 zurücktreten, oder auch früher, sobald ein Nachfolger benannt worden sei. Er freue sich darauf, «mehr Zeit für andere Interessen zu haben und neue Möglichkeiten zu erkunden», hieß es. Das schließe die berufliche Seite nicht aus, sagte ein Sprecher. Ob Moroney der Branche erhalten bleiben werde, sei offen.

Der Neuseeländer Moroney gilt als ein Urgestein der New Economy in Deutschland. Unter seiner Führung hat sich Morphosys zu einem wichtigen Vertreter der biopharmazeutischen Industrie entwickelt.