Eine Frau hält Geldscheine in der Hand., © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration

Missbrauch in Kinderheimen: 800.000 Euro an Opfer

Die Stadt München stellt 800.000 Euro Soforthilfen für ehemalige Heimkinder zur Verfügung, die Opfer von Gewalt und Missbrauch geworden sind. Das hat der Kinder- und Jugendhilfeausschuss (KJHA) des Stadtrates am Dienstag einstimmig beschlossen.

Er folgte damit den Empfehlungen einer eigens eingerichteten Kommission, die Gewalt und Missbrauch in städtischen Heimeinrichtungen, Adoptiv- und Pflegefamilien aufarbeitet. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nannte den Vorschlag der Kommission «richtig». Er «unterstütze ihn voll und ganz».

Beschlossen wurde darüber hinaus die Einrichtung einer Anlaufstelle für Betroffene und eines Betroffenenbeirats. Außerdem soll der Untersuchungszeitraums für die wissenschaftliche Aufarbeitung bis in die Gegenwart ausgeweitet werden. 400.000 Euro mehr lässt sich die Stadt das kosten.