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Ministerium baut Aufstiegsmöglichkeiten für Lehrer aus

München (dpa/lby) – An Bayerns Grund-, Mittel- und Förderschulen gibt es aktuell den größten Beförderungsschub seit Einführung des neuen Dienstrechts vor mehr als zehn Jahren. Das Ministerium baue wie versprochen die Aufstiegsmöglichkeiten aus, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in München. So seien im vergangenen und dem laufenden Jahr 3000 zusätzliche Aufstiegsmöglichkeiten für Grund- und Mittelschullehrer geschaffen worden.

Insgesamt bekommen damit nun 4200 Lehrkräfte an diesen beiden Schulformen ein höheres Salär. An den Förderschulen sind es 120 Lehrerinnen und Lehrer. Hinzu kommen 140 Förderlehrer, die den Schülerinnen überwiegend an Grund- und Mittelschulen individuelle Unterstützung bieten, sowie 430 Fachlehrkräfte, die an allen drei Schularten beispielsweise Hauswirtschaft, Werken oder Gestaltung unterrichten.

Gut 1800 Grund- und Mittelschullehrer würden in die Gehaltsstufe A 13 befördert, erläuterte der Minister. «Das ist für mich ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.» Die meisten anderen erhalten das Plus in Form von Funktionszulagen, selbst wenn sie keine offizielle Zusatzfunktion erfüllen. Grundlage für die Auswahl der beförderten Beamten ist die jährliche Beurteilung durch die Schulämter. «Leistung lohnt sich – und wird auch belohnt», betonte Piazolo.

An den Grund-, Mittel- und Förderschulen in Bayern unterrichten nach den jüngsten Zahlen vom Schuljahr 2018/19 rund 70 000 Lehrkräfte. In diese Zahl flossen allerdings auch die Beschäftigten von kommunalen und privaten Schulen ein.