Metallindustrie erwartet Rückgang bei Ausbildungsverträgen

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie erwartet für das kommende Jahr einen Rückgang bei den Ausbildungsverträgen. Nach einem Anstieg um 6,2 Prozent im laufenden Jahr prognostizieren die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände (bayme vbm) ein Minus von 2,9 Prozent in 2023, wie sie am Donnerstag mitteilten. «Für die kommenden Monate überwiegt Pessimismus bei unseren Unternehmen. Die eingetrübte Stimmung wirkt sich auch auf den Ausbildungsmarkt aus», sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Zudem blieben viele Ausbildungsstellen unbesetzt, «weil unseren Betrieben die passenden Bewerber fehlen», sagte Brossardt. «Für die nächsten Jahre rechnen wir damit, dass sich die Lage weiter verschärft.» In einer Umfrage der Verbände nannten 78 Prozent der Unternehmen den Mangel an geeigneten Bewerbern als Ursache für den Rückgang bei den Ausbildungsverträgen.

2022 gibt es laut bayme vbm 13.966 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge in der Branche. Zudem wird ein großer Teil der Auszubildenden am Ende ganz oder befristet übernommen: 2022 treffe das für mehr als 92 Prozent zu, und 2023 werde dieser Wert auf knapp 98 Prozent steigen – eine laut Brossardt «bemerkenswert hohe Quote».