Meldungen aus der Katholischen Kirche:

Kirchenaustritte:

 

Die Zahl der katholischen Christen in Bayern ist auch im letzten Jahr zurückgegangen: Das geht aus einer jetzt von der Deutschen Bischofskonferenz veröffentlichten Statistik hervor.

Der zufolge kehrten im vergangenen Jahr 48 377 Katholiken ihrer Kirche den Rücken. Was das fränkische Erzbistum betrifft: Hier liegt die Zahl der Austritte – im vergangenen Jahr bei 4819; das entspricht ungefähr der Zahl des Vorjahres. Demgegenüber stehen 4736 Neumitglieder, die durch Taufe, Eintritt oder Wiederaufnahme hinzukamen. Dennoch sank auch hier die Zahl der Katholiken durch Kirchenaustritte; Sterbefälle – sowie durch den Rückgang der Gesamtbevölkerung – auf insgesamt 677.545

 

Vorsicht mit Richard Wagner:

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick warnt davor, die Rezeptionsgeschichte von Richard Wagners Werken zu vergessen: Man dürfe sich nicht von der Musik einlullen lassen“, sagte Schick in einem Interview für die Samstagsausgabe „Die Welt“. Was der Komponist ausgelöst habe, wie seine Werke etwa zur Zeit des Nationalsozialismus auf die Menschen gewirkt hätten, das solle man immer im Hinterkopf behalten, so Schick.

Der Bamberger Oberhirte wird in der kommenden Woche gemeinsam mit Berlins Erzbischof Heiner Koch die Premiere der Bayreuther Festspiele besuchen.

 

Nachdenken über Gottesdienststil:

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick regt an, die Wortlastigkeit katholischer Gottesdienste zu hinterfragen:

In einem jetzt erschienenen Interview in der Zeitung „Die Welt“ sagt Schick wörtlich: „Wir Priester neigen dazu, die Menschen überzubeanspruchen, sie intellektuell zu überfordern. Ständig sollen sie irgendetwas sagen oder über irgendetwas nachdenken“. Vielmehr – so Schick – bräuchte man in der Liturgie Räume der Stille, wo der Mensch selber mit Gott sprechen könne.

Glaube sei etwas Persönliches, etwas Du-Haftes; Und Du-Beziehungen bräuchten mehr Ruhe; da dürfe nicht ständig jemand dazwischenreden, so Schick im Interview.