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Meldungen aus dem Erzbistum Bamberg

 

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Christen dazu aufgerufen, sich für die Demokratie und deren Werte einzusetzen: Dies gelte auch für Humanität, Freiheit und Gemeinsinn, Gerechtigkeit und Frieden sowie die Bewahrung der Schöpfung. Das sagte Schick gestern in Bamberg in seiner Predigt bei der Herbstvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Diese Aufforderung gelte besonders in der heutigen Zeit, die von Populismus und Nationalismus, Individualismus und Konsumismus geprägt sei.

 

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick rechnet damit, dass im kommenden Jahr eine kirchliche Verwaltungsgerichtsbarkeit in Deutschland geschaffen werden kann: Das sagte Schick gestern  in Bamberg vor der Herbstvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Dies gelte auch für ein eigenes Sexualstrafrecht und eine Disziplinarordnung. Bei allen drei Entwürfen sei man in der „Finalphase“, in der die Bischöfe darüber beraten müssten, so Schick. Auch die Erlaubnis aus Rom müsse eingeholt werden.

 

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich gegen die Verwendung von Kirchensteuermitteln für Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer ausgesprochen: Er sei der Auffassung, dass man dazu keine Kirchensteuer einbeziehen sollte, sagte Schick gestern  in Bamberg vor der Herbstvollversammlung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Dies sei auch gar nicht so einfach, da er als Bischof ohne Zustimmung des Diözesansteuerausschusses nicht über diese Mittel verfügen könne. Die Entschädigungen müssten aus anderen Geldern geleistet werden, so Schick. Er reagierte damit auf die kirchliche Debatte über Modalitäten und Höhe von Entschädigungsleistungen für Missbrauchsopfer von Geistlichen.

Zuletzt hatte der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, betont, zur Finanzierung müssten auch Kirchensteuermittel eingesetzt werden. Die Kirchenmitglieder seien als Solidargemeinschaft in der Pflicht.