Ein Einsatzwagen der Polizei steht an einer Unfallstelle., © Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Mehr Unfälle durch Alkohol und Drogen auf Bayerns Straßen

In Bayern hat es im vergangenen Jahr wieder mehr Unfälle durch alkoholisierte Fahrer gegeben. Die Zahl der Alkoholunfälle sei 2021 um 1,5 Prozent auf 4528 gestiegen, teilte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in München anlässlich des bundesweiten Aktionstags «Fahrtüchtigkeit im Blick» mit. Dabei seien 29 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt hatte es in Bayern im Jahresverlauf 359.002 Verkehrsunfälle gegeben.

Auch die Zahl der Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss erhöhte sich 2021 um 4,6 Prozent auf 586 im Vergleich zu 2020. Fünf Menschen mussten sterben, weil sich Fahrzeugführer unter Drogeneinfluss ans Steuer gesetzt hatten. Darüber hinaus habe die Polizei 4092 Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss verhindert (2020: 4140). Insgesamt seien 31 932 Fahrten unter Alkohol- beziehungsweise Drogeneinfluss zur Anzeige gebracht worden.

«Nicht nur der Einfluss von Alkohol, Drogen und Medikamenten kann zu Beeinträchtigungen führen, die sich negativ auf die Reaktionszeiten und die Verkehrssicherheit auswirken», sagte Herrmann. Auch körperliche Defizite im Seh- und Hörvermögen könnten altersunabhängig gefährlich werden. Das werde oft leider nicht bewusst wahrgenommen, sondern komme in den meisten Fällen schleichend. «Den Beifahrern fällt dies oftmals früher auf als dem Betroffenen selbst. Daher sind alle aufgerufen, beim Betroffenen solche Auffälligkeiten anzusprechen und nicht wegzuschauen.»