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Mehr Corona-Schnelltests an Bayerns Krankenhäusern

Nürnberg (dpa/lby) – In bayerischen Krankenhäusern werden schrittweise mehr Corona-Schnelltests eingeführt. Mit den Antigen-Tests könne man neben dem standardmäßigen Abstrich aus Mund und Nase mehr und schneller Infektionen erkennen. Das teilte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Siegfried Hasenbein, am Freitag mit.

Die Antigen-Schnelltests seien grundsätzlich für Besucher, Beschäftigte und Patienten von Krankenhäusern geeignet. Sie zeigten aber lediglich eine «Momentaufnahme». Außerdem müsse man die Ungenauigkeit der Test bedenken.

«Ein negatives Ergebnis im Antigentest schließt eine Infektion nicht aus, insbesondere, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt», sagte Hasenbein. Das gelte etwa in der frühen oder späten Phase einer Ansteckung. Ein positives Testergebnis müsse zudem mit einem Abstrich nachgetestet werden.

Ein Vorteil der Schnelltests sei aber, dass sie auch außerhalb eines Labors ausgewertet werden könnten. Das sei also auch in kleineren Krankenhäusern möglich.

Schwierigkeiten sieht Hasenbein zunächst in der Lieferbarkeit der Tests. Nicht immer sei klar, ob Kliniken die Schnelltests auch beziehen könnten. Das erschwere die Testungen noch. Doch gehe er davon aus, dass der Einsatz bald zunehmen werde.